Urlaub im Winter: „Heuer ist alles in Schwebe“. Region Wienerwald: Trotz Corona wollen viele wegfahren. Gebucht wird eher kurzfristig. Im Reisebüro gibt es etliche Anfragen.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 25. November 2020 (04:04)
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Urlaubsfreuden trotz Corona-Pandemie? Abwarten lautet die Devise.

Das Interesse am Verreisen im Winter ist aber grundsätzlich vorhanden, berichtet Evelyn Korrak vom Neulengbacher Reisebüro: „Die Kunden kommen zu uns und erkundigen sich. Und es wird auch gebucht.“ Man müsse den Menschen Mut machen. Korrak berichtet von einem besonderen Angebot von TUI: „Es gibt voll flexiblen Winterurlaub mit kostenloser Stornierung ohne Anzahlung bis 18 Uhr. Das machen Hotels direkt nicht. Das wird sicher viele hinter dem Ofen hervorlocken. Die kostenlose Stornierung ist ein Heuler. Das ist das, was die Kunden wollen.“ Tolle Angebote in attraktiven Hotels gäbe es sowohl in Skigebieten als auch Wellnesshotels. Ein Beispiel: vier Nächtigungen mit Halbpension plus ab 220 Euro.

„Es gibt tolle Angebote in attraktiven Hotels. Evelyn Korrak Reisebüro Neulengbach

Gerade in der Coronazeit würden viele Leute lieber in einem Reisebüro buchen als im Internet, stellt Evelyn Korrak zufrieden fest: „Im Reisebüro ist der Kunde abgesichert durch das Konsumentenschutzgesetz.“ Erst kürzlich seien neue Kunden zu ihr gekommen, weil sie sich über eine Urlaubsbuchung im Internet nicht mehr drübertrauen. Teilweise sei die Buchung im Reisebüro auch günstiger, aber das würden viele Menschen nicht wissen. Und buchen sei jetzt im November sinnvoll, weil es nur bis 7. Dezember Kinderfestpreise gibt, führt Evelyn Korrak noch ins Treffen. Sie ist mit der Nachfrage jedenfalls sehr zufrieden.

NOEN

Doch viele wollen noch abwarten, wie sich die Coronapandemie weiter entwickelt und setzen auf kurzfristige Buchung.

Der Neulengbacher Bürgermeister Franz Wohlmuth fährt im Februar immer mit Freunden in Skiurlaub: Flachau, Zell am See oder Saalbach-Hinterglemm zählen zu den beliebtesten Zielen. „Wir würden auch in diesem Winter gern fahren und haben das in unserer Runde auch schon vorbesprochen. Diese Urlaube sind immer nett, so eine Woche gehört schon dazu. Das würde mir sehr abgehen.“

Ob auch in diesem Winter ein Skiurlaub machbar ist, lässt sich nicht sagen: „Wir harren der Dinge. Es ist alles in Schwebe. Vorreservieren muss man ohnehin nicht, wenn, dann buchen wir kurzfristig.“ Im heurigen Februar war Wohlmuth mit seiner Runde in Flachau, das ist sich vor dem Auftreten des Coronavirus noch ausgegangen: „Das Skifahren mit dem Feitlclub war nicht mehr möglich“, erinnert sich der Neulengbacher Ortschef.

„Vielleicht machen wir wieder eine Langlaufwoche, das war sehr nett. Buchen kann manrelativ kurzfristig, die Hotels warten ja, dass jemand kommt"

Auch der Neulengbacher Seniorenbund hat in den vergangenen Jahren immer einen Winterurlaub gebucht, zum Beispiel zum Langlaufen in Hintersee. Auch Skifahren auf dem Hochkar oder Thermenaufenthalte standen bei den Senioren schon auf dem Programm. Heuer ist alles noch offen, erzählt Obfrau Liese Böswarth: „Vielleicht machen wir wieder eine Langlaufwoche, das war sehr nett. Buchen kann man relativ kurzfristig, die Hotels warten ja, dass jemand kommt. Und einen Bus bekommt man auch sofort, die Unternehmen warten auch.“ Die Senioren würden gern wegfahren, denn daheim würde ihnen schon langweilig werden, erzählt die Seniorenbund-Chefin. Riskieren will man aber nichts. Bis Mitte Dezember will man entscheiden, ob eine gemeinsame Urlaubswoche angeboten wird.

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