Strom-Ausstellung in Kirchstetten verlängert

Weil Schau weitergeht, müssen sich empfindliche Pflanzen im Schloss jetzt „warm anziehen“.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 04:13
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Marcel Chahrour, Josef Bürgmayr, Hans Wecer, Ingrid Posch und Wolfgang May haben zum Erfolg der Ausstellung sehr viel beigetragen.
Foto: Monika Dietl

Eigentlich war mit 9. Oktober Schluss für die Ausstellung rund um das Schloss Totzenbach. Das große Publikumsinteresse hat nun aber zu einer Verlängerung geführt: Noch ein Wochenende ist die Schau mit Sehenswertem aus der Geschichte des elektrischen Stroms in unserer Gegend noch zu sehen. „Wir freuen uns über das große Interesse. Es gab den vielfachen Wunsch, dass noch länger geöffnet ist“, so Schlossherr Herbert Berger, der im Rahmen der Ausstellung auch für die Gestaltung verantwortlich zeichnete.

Neben Schautafeln mit historischen Fakten hat das Projektteam ZeitZeigen auch in den Kellern und Dachböden der Region gestöbert. Einige Objekte wurden bereits von Experten aus dem Technischen Museum in Wien in Augenschein genommen, für zwei Geräte gab es konkretes Interesse. Und auch sonst wartet nach Ende der Schau nicht auf alle Ausstellungsstücke der Sperrmüll: Historische und zeitgenössische Lampen wurden von Herbert Berger zu Skulpturen verbaut, ein Teil hängt rund um den Schlossteich und bildet dort einen Lichterpfad. Für einige der Lampen haben sich bereits Interessenten gemeldet, die sie übernehmen wollen. Ungewiss ist noch die Zukunft des tollsten Schaustücks: Die Skulptur „Heldenberg“, die aus rund 60 Haushaltsgeräten besteht, wird wohl doch im Sperrmüll enden müssen.

Für das Schlossareal bringt die Verlängerung übrigens eine kleine Herausforderung mit sich: Denn mit dem Herbst halten auch frostige Temperaturen Einzug. Und da benötigt Herbert Berger den Haupt-Ausstellungsraum eigentlich als Winterquartier für die empfindlicheren Pflanzen aus dem Schloss. Wegen des großen Publikumsinteresses heißt es für die Pflanzen aber jetzt: „warm anziehen“ – oder auf milde Temperaturen hoffen.