Große Trauer um Adi Plank in Eichgraben. Der Ehrenringträger der Gemeinde und langjährige Obmann des FVV hat in der Gemeinde viel geleistet.

Von Andrea Stoiser. Erstellt am 14. April 2021 (04:30)
Adolf Plank wurde 82 Jahre alt. Sein Einsatz für Eichgraben bleibt unvergessen. 
Stoiser

Nach langer schwerer Krankheit verstarb Adolf Plank im 83. Lebensjahr. Am Donnerstag findet sein Begräbnis statt.

Adi Plank war nicht nur Malermeister mit Leib und Seele, er war auch Gründungsmitglied des Fremdenverkehrs- und Verschönerungsvereins, den er später 17 Jahre lang als Obmann leitete. Er war Ehrenringträger der Gemeinde, Funktionär in der ÖVP und in der Raiffeisenbank. Neben seiner Gattin Gisela trauern die Kinder Daniela, Bettina und Jürgen, die Schwiegerkinder Walter und Marica und die Enkelkinder Florian, Daniel, Anja, Adrian und Julian.

„Er hat viele Spuren in Eichgraben hinterlassen.“ Georg Ockermüller Bürgermeister

„Adi Plank hat mit seiner unermüdlichen Energie und Schaffenskraft viele Spuren in Eichgraben hinterlassen“, sagt Bürgermeister Georg Ockermüller. Plank war als Gründungsmitglied des Fremdenverkehrs- und Verschönerungsvereins maßgeblich an der Errichtung des Fuhrwerkerhauses beteiligt. Sein Herzensprojekt war die Sanierung der „Kleinen Herz-Jesu-Kirche“ die 1975 begonnen wurde.

Noch im Jahr 2012 hat Adolf Plank selber die Fassade neu gestrichen. Das Buswartehäuschen beim Freiheitsplatz, die Lokomotive beim Viadukt – sein Schaffen ist im ganzen Ortsgebiet zu sehen. Und mit seinem Malereibetrieb, den er 1963 von Josef Gill übernommen hat, hat er auch im Wirtschaftsleben Eichgrabens eine bedeutende Rolle gespielt. 2005 wurde ihm mit einstimmigem Gemeinderatsbeschluss der Ehrenring der Marktgemeinde verliehen. „Über all das hinaus wird Adi Plank uns aber auch herzlicher, kreativer und ungemein hilfsbereiter Mensch in Erinnerung bleiben – ein Mensch mit dem man lachen, plaudern und herzhaft diskutieren konnte. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, der wir viel Kraft in dieser schweren Zeit wünschen“, so Ockermüller.

„Über all das hinaus wird Adi Plank uns aber auch herzlicher, kreativer und ungemein hilfsbereiter Mensch in Erinnerung bleiben"

Als Ehrenobmann des FVV hatte Plank Sitz und Stimme im Vorstand, wo er manchmal „Lexikon“ für die Vorstandsmitglieder war. Auch seinem Sohn, der den Malerbetrieb 1998 von ihm übernommen hat, stand er stets mit Rat und Tat zur Seite.

Unter der Leitung von Adi Plank wurde mit finanzieller Unterstützung durch Gemeinde, Land und Bevölkerung und unter Mithilfe zahlreicher ehrenamtlicher Helfer das alte Fuhrwerkerhaus in ein modernes Museum und Veranstaltungszentrum verwandelt. „Adi Plank brachte die Menschen zusammen und gab unserem Ort mit dem Fuhrwerkerhaus eine Bühne für viele Begegnungen und Aktivitäten. Wir vermissen ihn und wünschen seiner lieben Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit“, zeigte sich auch der Landtagsabgeordnete Martin Michalitsch vom Ableben Planks betroffen.

„Es war eine Freude mit ihm zusammenzuarbeiten"

Michalitsch hat Adi Plank immer als herzlich, freundlich und verbindend, geschichtsbewusst und zukunftsorientiert, ideenreich und tatkräftig erlebt. „Es war eine Freude mit ihm zusammenzuarbeiten. Viele schöne Projekte sind durch seine Energie entstanden“, erinnert er sich. Zwei Szenen hat er besonders lebendig vor seinem inneren Auge: „Zum einen wie er - obwohl durch eine Zahn-OP gehandikapt - den damaligen Landeshauptmann Erwin Pröll für das Projekt des Fuhrwerkerhauses begeisterte und wir eine tolle Landesförderung erhielten, und zum zweiten, als er fast 75-jährig bei glühender Hitze im Krankorb der Feuerwehr den Turm der kleinen Kirche in einem Arbeitsgang verspachtelte und mit einem Anstrich versah. In unserer Erinnerung und in unseren Herzen ist er lebendig!“ Mit Adi Plank hat Eichgraben einen großartigen Menschen verloren. Er war ein kunstsinniger Mensch, der die Architektur schätzte und eines der schönsten Häuser im Ort baute.

„Er hatte mit seinen Fassaden-Aktionen das graue Eichgraben bunt und lebendig gemacht. Ich bin auch ein großer Fan seiner Sgraffitos, die er an Eichgrabner Fassaden von Bäckern, Hotels, Feuerwehren oder Schulen hinterlassen hat“, trauert auch der Falter-Chefredakteur Florian Klenk um Plank.

Die feierliche Aufbahrung findet am Donnerstag, 15. April um 14 Uhr im Wienerwalddom statt. Nach dem Requiem wird der Verstorbene zur letzten Ruhestätte begleitet. Die Corona-Regeln sind zu beachten.