Spital wird zu Uni-Klinik. Lehr-Krankenhaus / Der Bescheid ist da: Studenten der Karl-Landsteiner-Privatuniversität dürfen in der Landeshauptstadt St. Pölten in Zukunft ausgebildet werden.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 17. Juni 2014 (23:59)

ST. PÖLTEN, KREMS / Die ersten 28 Studenten an der neuen Karl-Landsteiner-Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften studieren bereits in Krems – 2016 werden es planmäßig 600 sein.

Ihre praktische Erfahrung werden die Studenten am Landesklinikum St. Pölten – dem größten Krankenhaus Niederösterreichs – sowie in Krems und Tulln sammeln.

Voraussetzung dafür, dass diese Ausbildung dann auch international anerkannt wird, war die Umwandlung der vier Landeskliniken in Universitäts-Kliniken. Die ist jetzt durch: Seit wenigen Tagen kann sich das Landesklinikum St. Pölten offiziell Universitätsklinikum St. Pölten nennen. Bislang hatten in Österreich nur Krankenhäuser in Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg die Berechtigung, Medizin-Studenten auszubilden. Voraussichtlich ab Herbst wird es diese Möglichkeit dann auch in St. Pölten, Krems und Tulln geben.

Die Karl-Landsteiner-Universität ist die erste Privatuniversität Österreichs, die ein vollwertiges Bologna-konformes Medizinstudium anbietet. Die medizinische Ausbildung setzt sich aus zwei Studiengängen zusammen: Das Bachelorstudium Health Sciences ist der erste Teil – der erste Lehrgang startet im Herbst. Der Abschluss dieses Studiums ist Voraussetzung für das darauf aufbauende Masterstudium Humanmedizin. Ziel dabei ist es laut Website der Karl-Landsteiner-Universität „die Kompetenzen, die für die selbstständige ärztliche Berufsausübung notwendig sind, zu vermitteln“.