Für eine bessere Zusammenarbeit in Neulengbach. Neos-Gemeinderat wünscht sich anderen Umgangston und bessere Gesprächskultur.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. Februar 2021 (03:06)
SPÖ-Gemeinderätin Julia Amplatz und Neos-Gemeinderat Andreas Roder vor Beginn der Sondersitzung.
zVg

Unzufrieden mit der Zusammenarbeit mit ÖVP und Grünen sind die vier Neulengbacher Oppositionsparteien. Deswegen forderten sie eine Sondersitzung.

Neos-Gemeinderat Andreas Roder brach am Beginn der Sitzung eine Lanze für eine bessere Kommunikation, gerade in Zeiten der Corona-Pandemie: „Es gibt wenig Kontakte, wenig Feste, wo man sich treffen kann, um auf zwischenmenschlicher Basis gute Synergien zu finden. Das ist für alle schwer.“ Umso wichtiger sei es, über Parteigrenzen hinweg Zusammenhalt zu finden. „Wir alles sind verantwortlich für das Wohl dieser Stadt.“

„Als Bürgermeister wäre ich auf meine Opposition sehr stolz.“ Andreas Roder, Neos

Den Vorwurf, dass die Opposition nichts anderes mache, als bewusst gegen Vorschläge der Regierung zu sein, wies Andreas Roder zurück: „Wir versuchen immer sachlich zu bleiben, die Dinge anzusehen, zu beurteilen und im gegebenen Fall zu sagen, das passt uns nicht.“ Die Opposition würde einen sehr schlechten Job machen, wenn sie alles schweigend hinnehmen würde.

Andreas Roder kritisierte, dass seine Themen oft nicht aufgenommen würden: „Es wird etwas vorgesetzt und beschlossen.“ Der Umgangston in den Sitzungen gefällt dem Gemeinderat auch nicht immer. Derbe Aussagen will er in Zukunft nicht einfach hinnehmen. Die Diskussionskultur und der Umgang miteinander müssten anders werden.

Insgesamt würden über 90 Prozent aller Punkte im Neulengbacher Gemeinderat einstimmig beschlossen, hielt der Neos-Mandatar, der seit September im Gemeinderat tätig ist, fest: „Als Bürgermeister wäre ich auf meine Opposition sehr stolz.“