Rehau-Werk wird nicht geschlossen, sondern verkauft. Produktion von Mikrokabelrohren wird doch nicht nach Litauen verlegt.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 12. Mai 2021 (09:34)
Rehau bleibt doch in Neulengbach.
Dietl, Dietl

Ende des Jahres sollte das Rehau-Werk geschlossen werden. Die Produktion von Mikrokabelrohren sollte nach Litauen verlegt werden.

Jetzt hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass der Standort Neulengbach doch erhalten bleibt. Durch den geplanten Verkauf des Telekommunikationsbereiches werde dafür gesorgt, dass die Fertigung im niederösterreichischen Werk weiterlaufen kann.

„Die kontinuierlichen Fortschritte im Bereich Telekommunikation treiben den Wettbewerb innerhalb der Branche rasant voran, ebenso steigen die Anforderungen, mit der zunehmenden Dynamik in diesem Business Schritt halten zu können“, erklärt Roger Schönborn, Leiter der Division Building Solutions. „Damit sich das jetzige Telekommunikationsgeschäft in einem geeigneteren Umfeld nachhaltig weiterentwickeln kann, haben wir entschieden, den Geschäftsbereich zu verkaufen“, heißt es in einer Aussendung von Rehau.

Die Pläne für die Schließung der Produktionsstätte in Neulengbach wurden Anfang des Vorjahres bekannt. Im Sommer tauchten Gerüchte auf, dass die Pläne für die Expansion in Litauen – coronabedingt – auf Eis gelegt werden. Die Gerüchte wurden damals dementiert.

Seitens der Stadtgemeinde hatte man sich bereits um die Nachnutzung des großen Rehau-Areals Gedanken gemacht, es gab schon Gespräche mit Eco Plus.

Umso größer ist jetzt die Erleichterung, dass der Standort erhalten bleibt. "Das ist eine große Freude", betont Bürgermeister Franz Wohlmuth auf Anfrage der NÖN.