Tote Krähe am „Galgen“: Amtstierarzt intervenierte in Innermanzing

Tierschützer zeigen sich von Aktion in Neustift-Innermanzing entsetzt. Mittlerweile wurde das Tier wieder entfernt.

Erstellt am 26. November 2021 | 05:45
440_0008_8236874_wwa47imkraehe.jpg
Tierschützer fotografierten die „gehängte Krähe“. Laut Bezirkshauptmann Josef Kronister wurde das tote Tier mittlerweile entfernt.
Foto: privat

„Ich finde das wirklich furchtbar, was da gemacht wird, wozu soll das gut sein?“, zeigt sich eine Tierschützerin aufgebracht, nachdem sie von einer toten Krähe erfahren hatte, die zwischen Mannersdorf und Almerberg an einem Holzgerüst hängte. Sie machte sich auch vor Ort ein Bild.

„Man fühlt sich zurückversetzt ins Mittelalter“

„Man fühlt sich zurückversetzt ins Mittelalter, wenn man so etwas sieht“, so die Tierschützerin, die den Vorfall laut eigenen Angaben einem Tierschutzverein meldete.

Recherchen ergaben, dass mancherorts die toten Krähen aufgehängt werden, um ihre Artgenossen davon abzuhalten, dass sie Saatgut aus dem Boden picken.

Wie Bezirkshauptmann Josef Kronister bestätigt, wurde der Amtstierarzt über den Vorfall informiert. Und er klärt auf: „Ein Verbot besteht eigentlich nicht, wenn das Tier bereits tot gewesen ist. Damit ist der Strafbestand der Tierquälerei ausgeschlossen“, so Kronister, der sich allerdings die Frage stellt, „ob das g‘scheit ist“.

Nach Intervention des Amtstierarztes wurde der tote Vogel entfernt.