Ein Song für James Bond. Ein von Lorenz Spritzendorfer arrangiertes Lied ist im neuen Film zu hören.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 13. März 2021 (03:41)
Matthias Rhomber, Matthias Rhomber

Was hat der Totzenbacher Lorenz Spritzendorfer mit dem James Bond Film „No Time to Die“ zu tun? Für den Soundtrack des neuesten Agententhrillers wurde ein von ihm arrangiertes Musikstück ausgewählt: Der Reggae Song heißt „Rastafari Way“ und ist in Zusammenarbeit mit dem Schlagzeuger Sam Gilly und „House of Riddim“ entstanden. Lorenz Spritzendorfer ist nicht nur Saxophonist, sondern betreibt auch ein

„Es ist ein cooler Reggae Song, der Laune und Lust auf die Karibik macht.“ Lorenz Spritzendorfer Saxophonist und Arrangeur

Tonstudio und arrangiert für verschiedenste Bands und Musiker Lieder. Mit Sam Gilly arbeitet er schon länger zusammen. „Er hat einen Namen in der Reggae-Szene und schickt mir immer wieder Riddims, mit der Bitte darüber Bläser aufzunehmen. Das Stück, das für den James Bond Film ausgewählt wurde, haben wir schon vor fünf Jahren aufgenommen“, erzählt Spritzendorfer. Er spielte die Nummer damals gemeinsam mit Martin Fischer und Markus Hoffmann im Studio ein. 2016 entstand ein Video mit dem jamaikanischen Sänger Teacha Dee. „Es ist ein cooler Reggae Song geworden, der Laune und Lust auf die Karibik macht“, schmunzelt Lorenz Spritzendorfer.

Als er von Sam Gilly den Anruf bekam, dass der Song jetzt im neuen James Bond Film zu hören ist, war die Überraschung groß. Und natürlich auch die Freude: „Es zeigt sich, dass sich harte Arbeit lohnt. Man macht ja viele Dinge, aber es ist die große Ausnahme, dass so etwas passiert.“ Der Künstler im eigenen Land sei oft weniger anerkannt, merkt Lorenz Spritzendorfer an.

Der Musiker ist Mitbegründer der „Horny Funk Brothers“, einer neunköpfigen Band, die seit über 20 Jahren besteht, und spielt in verschiedenen Bands. Er stand auch im Raum Neulengbach schon bei einigen Konzerten auf der Bühne. Wie geht es ihm angesichts der Corona-Pandemie? „Ich bin zum Glück ein bisschen breiter aufgestellt mit dem Schreiben von Arrangements und der Arbeit im Tonstudio. Aber das Spielen vor Publikum geht mir schon ab.“ Er bekomme zwar finanzielle Unterstützung: „Aber ich würde mir gern mein Geld selbst verdienen, anstatt beim Härtefallfonds um Hilfe anzusuchen.“

„Ich bin zum Glück ein bisschen breiter aufgestellt mit dem Schreiben von Arrangements und der Arbeit im Tonstudio. Aber das Spielen vor Publikum geht mir schon ab.“

Eine Chance, Lorenz Spritzendorfer spielen zu hören gibt es am 26. März: Da wird um 20 Uhr im Radio Kulturhaus Wien ein Livestream mit den Horny Funk Brothers geboten.

Die Premiere des James Bond Films „No Time to Die“ mit Daniel Craig in der Titelrolle wurde aufgrund der Pandemie schon mehrmals verschoben und soll jetzt im Herbst stattfinden.