Neulengbacher Projekte für Kinder und Familien

Erstellt am 22. September 2022 | 04:28
Lesezeit: 3 Min
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Über die Umsetzung von familienfreundlichen Maßnahmen berichtete ÖVP-Stadträtin Maria Rigler in der Gemeinderatssitzung.
Foto: Archiv
Neulengbach nimmt am Audit „familienfreundliche Gemeinde“ und „kinderfreundliche Gemeinde“ teil. Nun geht es um die Umsetzung von Maßnahmen.
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Eine Projektgruppe wurde bereits gegründet, Workshops fanden statt, auch Umfragen wurden in Vorbereitung zur Zertifizierung zur „familienfreundlichen Gemeinde“ und „kinderfreundlichen Gemeinde“ schon durchgeführt. Nun geht es an die Umsetzung von Maßnahmen, die die Projektgruppe zu Erreichung von mehr Familienfreundlichkeit empfohlen hat. Der Gemeinderat hat diese in seiner Sitzung nach kurzer Diskussion – unter Vorbehalt der finanziellen Mittel – einstimmig beschlossen.

„Die Mitglieder der Projektgruppe waren alle hochmotiviert und jetzt freuen wir uns auf die Umsetzung der Ergebnisse.“ ÖVP-Familienstadträtin Maria Rigler

So sollen als Bewegungsmotivation ein Tut-Gut-Schritte-Weg etabliert, der Lehrpfad im Schlosspark attraktiviert und neue Angebote im Freibad geschaffen werden. Ebenso waren die Sicherheit und Beschattung von Rad- und Gehwegen ein Thema. Die Belebung des Zentrums mit einem Begegnungsbereich am Egon Schiele-Platz wurde angeregt. Zum internationalen Nachbarschaftstag am 9. Mai soll es die Einrichtung von „Plauderlbankerl“ geben.

Aus dem Ergebnis einer Umfrage unter Volksschülern ging hervor, dass sich die Kinder mehr Partizipation in der Gemeinde wünschen. Es soll eine jährliche Einladung des Bürgermeisters geben, wo Ideen zu Projekten von Kindern und Jugendlichen eingebracht werden können oder wo man Informationen zu Gemeindeangelegenheiten erhält.

Weiters wünschen sich die Kinder weitere Adaptierungen der Spielplätze und einen Kinderlauf. Um Kindern ein aktives Vereinsleben zu ermöglichen, soll es eine jährliche Kennenlern-Aktion von Neulengbacher Vereinen geben.

„Die Mitglieder der Projektgruppe waren alle hochmotiviert und jetzt freuen wir uns auf die Umsetzung der Ergebnisse. Wir freuen uns, wenn unsere Bemühungen in der Zertifizierung zur familien- und kinderfreundlichen Gemeinde münden,“ so ÖVP-Familienstadträtin Maria Rigler.

Liste-Heiss-Stadtrat Alois Heiss befürwortet die Bemühungen der Stadtgemeinde, „familienfreundlich“ zu werden, übt aber Kritik an den Kosten: „Wir wissen noch nicht, was das alles kostet und wie man das finanzieren soll.“

Und SPÖ-Gemeinderat Mario Drapela fügt hinzu, dass ein „Plauderbankerl nicht ausreicht“. Man solle sich viel mehr dem Femizid-Thema annehmen, denn hier bestehe großer Nachholbedarf. Stadträtin Maria Rigler argumentiert, dass man das Thema Gewalt gegen Frauen nicht damit vermischen sollte. „Man kann nicht sagen, Neulengbach hat einen Aufholbedarf. Einen Mord kann man nicht verhindern.“

Thema PVZ in den Unterlagen

Verwunderte zeigte sich SPÖ-Gemeinderätin Julia Amplatz, dass ihr in diesem Zusammenhang das Thema „Primärversorgungszentrum“ in den Sitzungs-Unterlagen untergekommen ist: „Schade, dass man da zufällig darüber stolpert“, kritisiert sie.

ÖVP-Stadtrat Florian Steinwendtner erklärt dazu, dass durch Pensionierungen der „Wunsch und das Ziel ein Primärversorgungszentrum ist“. Gespräche mit dem Land, den Ärzten und der Gesundheitskasse soll es dazu geben. Wünschenswert wäre jedenfalls eine vierte oder gar fünfte Planstelle, um die ärztliche Versorgung in der Stadtgemeinde sicherstellen zu können.

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