Debatte um neue Stadträte-Aufteilung in Neulengbach. SP kritisiert „Riesenressorts“. VP führt Einsparung von 200.000 Euro ins Treffen.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 21. März 2020 (06:15)
Symbolbild
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Nur mehr sieben Stadträte gibt es jetzt in Neulengbach. „Wir haben alles neu aufgeteilt, jeder Stadtrat hat Aufgaben dazubekommen“, hält VP-Bürgermeister Franz Wohlmuth fest.

Ein eigenes Kulturressort gibt es nicht mehr, die Kulturagenden sind zum Ressort Bildung und Generationen dazugekommen, das Maria Rigler von der Volkspartei über hat.

Beim Finanzressort sind jetzt auch die Bereiche Gesundheit und Vereine dabei. Finanzstadtrat ist Florian Steinwendtner, der diese Funktion im Vorjahr nach dem Rücktritt von Raimund Heiss übernommen hat.

Für Infrastruktur ist weiterhin Jürgen Rummel (VP) zuständig. Vierter VP-Stadtrat ist Gerhard Schabschneider, er hat Wirtschaft, Tourismus und Gemeindeentwicklung über.

Die Grünen, die jetzt mit der VP eine Koalition bilden, haben das Ressort Umwelt-, Klima- und Hochwasserschutz, Alternativenergie, Mobilität und Jugend bekommen. Dieses große Ressort leitet Vizebürgermeister Paul Mühlbauer.

Alois Heiss von der Liste Heiss hat den Bereich Zivil- und Katastrophenschutz bekommen.

Die SP-Fraktion hat ebenfalls ein Ressort: Christof Fischer ist für Liegenschaften und Soziales zuständig. Nicht nur seitens der Liste Heiss gab es den Wunsch nach einer anderen Aufteilung und mehr Ressorts: Wie berichtet forderte Alois Heiss elf Stadträte. Auch die SP findet die neue Regelung nicht gut: „Das sind Riesenressorts, das ist eine Riesenbelastung. Politik ist ja kein Vollzeitjob, man hat ja auch einen anderen Beruf und Familie“, sagt Fraktionsvorsitzende Julia Amplatz.

Bürgermeister Franz Wohlmuth meint, dass man in den Ausschüssen ja die Arbeit besser verteilen könne. Und er führt auch die Finanzen ins Treffen: „Wenn wir elf Stadträte hätten, wären das Mehrkosten von 200.000 Euro in fünf Jahren.“