Begegnungszone vor Schule in Eichgraben?. Über Maßnahmen für mehr Sicherheit für die Kinder wird einmal mehr in Eichgraben diskutiert.

Von Andrea Stoiser. Erstellt am 01. März 2019 (15:25)
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Gemeinderat Georg Ockermüller und Bürgermeister Martin Michalitsch sind im Dialog mit allen Beteiligten.

Seit Jahrzehnten ist das Thema Verkehrsberuhigung vor der Eichgrabener Schule, die direkt an der Landesstraße liegt, ein beherrschendes Thema. Vor Jahren wurde eine Fußgängerampel errichtet, und seit einiger Zeit gilt im Bereich zwischen Kirche und Kindergarten Tempo 40.

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Die Grünen denken über eine Begegnungszone nach. Im Bild Vizebürgermeisterin Elisabeth Götze, Ruth Lerz, Cecilia Thurner, Franz Kraic und Michael Pinnow (v.l.) .

Der Baustellenbetrieb während des Schulumbaues verschärfte die Verkehrssituation wieder extrem. Eine provisorische Haltezone bei der Apotheke und Schülerlotsen sorgten für Abhilfe. Da nun das Ende der Baustelle zum Greifen nahe ist, gibt es wieder Überlegungen, welche Maßnahmen mehr Sicherheit für die Kinder bringen würden. „Eltern klagen darüber, dass sich viele Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkung halten und dadurch Kinder in Gefahr bringen“, erzählt Vizebürgermeisterin Elisabeth Götze.

Während Florian Klenk, der in unmittelbarer Nachbarschaft der Schule wohnt, kreative Lösungen zur Verkehrsberuhigung vorschlägt, wie eine bunte oder dreidimensionale Bemalung der Fahrbahn, denken die Grünen über eine Begegnungszone nach. „Es gibt in anderen Bundesländern einige positive Beispiele von Begegnungszonen auf Landesstraßen, wie etwa in Velden“, berichtet Götze. „Im Bereich von Gemeindestraßen funktioniert die Begegnungszone auch in Niederösterreich bereits in einigen Städten sehr gut. In Eichgraben wären wir dann Vorreiter mit der ersten Begegnungszone auf einer Landesstraße“, so Götze.

„Eltern klagen darüber, dass sich viele Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkung halten.“ Elisabeth Götze

Bürgermeister Martin Michalitsch sieht es eher kritisch, Vorreiter bei derartigen Experimenten zu sein. Er verweist darauf, dass Eichgraben bereits in zwei Siedlungsstraßen eine Begegnungszone hat. Michalitsch betont, dass in Sachen Verkehrsberuhigung vor der Schule alles Machbare unternommen werde. Eine Begegnungszone hält er aber für eher unwahrscheinlich, da die Landesstraße die einzige Verbindungsstraße zwischen Eichgraben und Altlengbach ist. Auch würden bei einer Begegnungszone die Ampel und der Schutzweg wegkommen, was er für sehr bedenklich hält.

„Der erste Schritt ist nach Fertigstellung des Schulumbaues eine Verkehrsmessung, dann wird man weiter sehen, was machbar ist“

„Wir sind im ständigen Dialog mit der Verkehrsbehörde und allen Betroffenen. Die Sicherheit der Kinder steht dabei im Vordergrund“, sagt der VP-Bürgermeister, der ganz sachlich an dieses sensible Thema herangehen möchte. Erst müssen alle Fakten erhoben werden, dann wird man eine gangbare Lösung in Sachen Verkehrssicherheit zwischen der Kirche und dem Freiheitsplatz umsetzen. „Der erste Schritt ist nach Fertigstellung des Schulumbaues eine Verkehrsmessung, dann wird man weiter sehen, was machbar ist“, so Michalitsch.

Ebenso wird man unter Umständen über Änderungen im Bereich des ruhenden Verkehrs nachdenken. Auch die laufende Bewusstseinsbildung aller Verkehrsteilnehmer sei ein wichtiger Punkt. Denn vor den Schulen sind es oft die Eltern, die beim Hinbringen und Abholen der Kinder mit dem Auto für eine Verschärfung der Verkehrssituation sorgen.