Direktorin ist wieder da. Nach einem Jahr Pause ist Margret Ott wieder in der Volksschule tätig. In ihren letzten Jahren vor der Pension gibt es noch eine Herausforderung: den Schulneubau.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 07. September 2019 (03:56)
Fotostudio
Ein Jahr lang legte Direktorin Margret Ott ihren Fokus auf die Familie, das Reisen und Fortbildungen. Jetzt ist sie wieder in der Volksschule tätig.Kaiblinger

„Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis uns unsere Seelen wieder eingeholt haben“, zitiert Margret Ott eine indianische Weisheit. Die Direktorin der Asperhofener Volksschule hat sich für ein Jahr lang ein Sabbatical genommen. „Das Durchschnaufen hat mir gutgetan. Vor allem zu Stoßzeiten wie dem Schulschluss ist es besonders stressig. Da kommt man mit 50 Stunden pro Woche nicht aus“, erzählt Ott. Während ihrer Auszeit hat sich die Asperhofenerin um ihre Familie gekümmert.

„Jetzt sind die Enkelkinder noch klein und ich wollte Zeit mit ihnen verbringen, denn was man verpasst, das verpasst man. Das ist unwiederbringlich.“ Auch für ihre Eltern und Schwiegereltern hat sie sich mehr Zeit genommen. „Ich habe sie zur Familiengeschichte befragt und diese auch aufgeschrieben.“ Außerdem hat Ott einige Reisen unternommen. „Diesmal auch im Herbst und im Frühjahr und nicht wie bisher zur heißen Jahreszeit“, erzählt die Direktorin. Ganz vergessen auf die Schule hat sie aber nicht und auch an Leitertagungen und Fortbildungen teilgenommen.

Für ein Sabbatical würde sich Ott immer wieder entscheiden. „Ich wusste ja, dass die Schule bei Martina Lechner und dem Team in guten Händen lag.“ Sie sei auch immer in Kontakt mit dem Schul-Team gewesen.

„Jetzt sind die Enkelkinder noch klein und ich wollte Zeit mit ihnen verbringen, denn was man verpasst, das verpasst man. Das ist unwiederbringlich.“ Margret Ott

Jetzt ist Ott wieder ganz an die Schule zurückgekehrt und mit ihrem Schreibtisch schon wieder sehr vertraut. „Mir ist die Zeit gar nicht so lange vorgekommen. Ich bin froh, dass ich wieder hier sitzen darf. Die Arbeit macht mir ja großen Spaß“, sagt sie.

Die Asperhofenerin ist derzeit mit der Organisation beschäftigt. „Als Leiterin muss man alles in die Wege leiten, damit der Schulanfang gut verläuft“, erklärt die Asperhofenerin. Für sie gibt es in diesem Schuljahr aber erstmals auch eine Premiere: „Ich werde diesmal keine Klasse übernehmen, sondern erstmals die Reststunden, wie textiles Werken, Turnen oder Musik unterrichten. Das sind die schönen Stunden, auf die sich die Kinder immer freuen.“

Neben dem normalen Schulalltag wartet auf die Direktorin in ihren letzten Dienstjahren aber noch eine besondere Herausforderung: der Schulneubau. „Derzeit sind wir mit der Endplanung beschäftigt. Voraussichtlich kann der Bau nach dem Winter beginnen“, informiert Ott, die sich freut, dass die Ideen der Pädagoginnen eingebunden wurden. Dass das neue Gebäude notwendig ist, steht für sie außer Frage: „Jeder noch so kleine Raum ist derzeit mit Kindern angefüllt, das ist nur möglich, weil die Situation absehbar ist“, erklärt sie. 2021 soll ins neue Gebäude übersiedelt werden.