Schul-Straßenbau sorgt für Kritik. Volksschule Asperhofen: traße vom Gartenweg zur Barbaragasse wird errichtet. Laut ULK-Mandatar Resch hätten Anrainer eingebunden werden müssen.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 01. Mai 2021 (03:19)
Rund um die Schule wird eine neue Straße gebaut.
Lechner, Lechner

Der Neubau der Volksschule schreitet weiter voran. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat Aufträge für den Straßenbau rund um die Schule. Knapp 118.420 Euro werden investiert, damit eine rund 80 Meter lange Verbindung vom Gartenweg zur Barbaragasse geschaffen werden kann. Der Beschluss wurde aber nur mehrheitlich gefällt.

Kritik gab es von ULK-Gemeinderat Josef Resch, selbst Bewohner des Gartenwegs. „Wenn eine neue Siedlungsstraße errichtet wird, ist es eigentlich normal, dass man mit den Anrainern eine Besprechung macht. Da ist null passiert“, ärgerte sich der Gemeinderat, der auch die Frage in den Raum stellte, wieso die neue Straße einen Gehsteig bekommt. Diesen gebe es nämlich in ganz Asperhofen nicht. Kolportiert werde zudem auch, dass es zu einer Einbahnregelung kommt, meinte Resch. „Gerüchte weiterzugeben ist eine magere Geschichte. Ich habe von einer Einbahnregelung nicht gesprochen und sie ist auch nicht notwendig“, antwortete ÖVP-Bürgermeisterin Katharina Wolk.

Wolk: „Kein Gehsteig mist grob fahrlässig“

Der Bau eines Gehweges bei neuen Straßen sei hingegen unerlässlich, so die Ortschefin: „Wenn ich bei einer Schule keinen Gehsteig mache, ist das grob fahrlässig. Da können die Kinder gesichert auf einem Gehsteig stehen, bis sie ins Auto einsteigen.“ Laut ÖVP-Vizebürgermeister Harald Lechner bleiben für die Autos fünf Meter Fahrbahnbreite über. „Bis jetzt hat sich noch kein anderer Anrainer beschwert“, sagt Lechner.

Resch kritisierte aber auch die Größe des geplanten Lehrerparkplatzes. 250 Quadratmeter werden laut dem Mandatar verbaut. Grünfläche, die die Kinder hätten nutzen können. „Ich glaube, dass wir den Kindern für die Nachmittagsbetreuung einen Bewegungsraum wegnehmen“, sagte der Gemeinderat.

Dieser Meinung ist Wolk nicht: „Während der Nachmittagsbetreuung müssen sich die Schüler nicht in der Schule aufhalten. Sie können auch zum Spielplatz gehen. Dir ist der Parkplatz zu groß, andere Gemeinderäte wollen mehr Plätze, wir müssen einen Mittelweg finden.“ Lechner ergänzte, dass der Parkplatz nicht asphaltiert, sondern gepflastert werde. Sollte sich an der Situation etwas ändern, könnte die Gemeinde die Pflastersteine wieder entfernen lassen, so der Vizebürgermeister.

Von zu wenig Grünfläche für die Kinder kam Resch aber gleich zu den Baumfällungen, die im Zuge des Neubaus durchgeführt werden mussten. „Wir sind die öffentliche Hand und wir sollten eine Vorbildwirkung haben. Gibt es ein Alternativ-Grundstück, auf dem wir Bäume nachpflanzen werden?“, fragte Resch. „Wir werden im Schulgarten neue Bäume pflanzen. Bis diese wieder so groß sind, wird es dauern, aber die werden auch wachsen“, sagte Lechner.

Land unterstützt mit Zinszuschüssen

Die NÖ Landesregierung hat inzwischen beschlossen, Gemeinden bei ihren Investitionen zu helfen. 45 Projekte werden auf Antrag von ÖVP-Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko mit Zinszuschüssen unterstützt. Unter den sieben Projekten im Bezirk St. Pölten wurde auch der Neubau der Volksschule in Asperhofen berücksichtigt.