Neulengbacher Anrainer wünscht sich Lärmschutz. Die Idee, Wände beim Viadukt zu bauen, findet der Bürgermeister nicht gut.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 18. März 2020 (05:30)
Lärm ist ein Dauerthema in Neulengbach, Lärmschutzwände an der Bahn hingegen sind kaum ein Thema.
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Ein lärmgeplagter Neulengbacher hat sich an die NÖN gewandt. Der Lärm durch die zwei Bundesstraßen, der Bahnlärm und der Fluglärm machen dem Mann zu schaffen.

Betreffend Bahnlärm könnte jetzt seiner Meinung nach die Situation verbessert werden: „Im Zuge des Bahnhofsumbaus könnte auch der Bau von niedrigen Lärmschutzwänden entlang des Bahnviadukts umgesetzt werden und damit die direkte Lärmbelastung deutlich reduzieren, die besonders von Güterzügen in der Nacht ausgeht.“

Für Bürgermeister kein Thema

Für eine Projektierung direkt im Zusammenhang mit dem Bahnhofsumbau sei es wohl zu spät, aber zumindest bei den Vorbereitungen würden sich Synergien ergeben, meint der Neulengbacher.

Für Bürgermeister Franz Wohlmuth ist das kein Thema: „Das wäre optisch eine Katastrophe, wenn auf dem Bahndamm noch Lärmschutzwände errichtet würden.“

Laut ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif werden im Zuge der Umgestaltung der Haltestelle Neulengbach-Stadt keine Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt. „Der angesprochene Laabenbachviadukt liegt außerhalb des Projektbereiches.“

Die gewünschte Abhilfe bei Lärmbelästigung sei im Rahmen des Programmes der schalltechnischen Sanierung der Eisenbahn-Bestandsstrecken möglich. „Generelle Voraussetzung ist jedoch, dass die Gemeinde Neulengbach mit der ÖBB Infrastruktur AG und dem Land Niederösterreich ein Übereinkommen über eine gemeinsame Finanzierung der Planungs- und Errichtungskosten für Lärmschutzvorhaben unterzeichnet.“