Neulengbach: Sänger atmen nach Corona-Pause auf. Chöre starten wieder mit größeren Proben. Die Freude ist groß.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 10. Juni 2021 (03:09)
Chorleiterin Sylvia Zobek ist selig, dass die Proben in der Aula endlich wieder stattfinden können.
privat, privat

Ab 10. Juni werden die Corona-Regeln gelockert, davon profitieren auch die Chöre.

„Wir dürfen endlich wieder in der Aula der Neuen Mittelschule singen“, frohlockt Sylvia Zobek, die Leiterin des Gesangvereins Neulengbach. Die Aula sei die Heimat des Chores, dort sind alle Unterlagen, und dort ist auch genug Platz zum Proben. Es sei ein herrliches Gefühl, endlich wieder gemeinsam singen zu dürfen, so Zobek: „Wir haben ja so viele Sachen fallen gelassen, unser Jubiläumskonzert, das Adventsingen. Jetzt sind alle in den Startlöchern“, so die Neulengbacherin.

„Wir dürfen endlich wieder in der Aula der Neuen Mittelschule singen“

Sie geht davon aus, dass die Proben zunächst mit 15 der insgesamt 30 Chormitglieder stattfinden. Viele seien bereits geimpft. Im Herbst will sie mit ihren Sängern einen Dankgottesdienst abhalten: „Wir müssen ja dem Herrgott Danke sagen, dass wir alle gut davon gekommen sind.“

Auf die Frage, welche Lieder bei der ersten Probe am Freitag wohl gesungen werden, antwortet Sylvia Zobek nach kurzem Nachdenken: „Wir singen sicher ein Halleluja. Und Wochenend‘ und Sonnenschein.“

Auch der Kirchenchor legt wieder los: die „kick-off-Probe“ hat Michael Dietl für den 9. Juni angesetzt. Beginnen möchte er mit einer Psalmvertonung aus dem 19. Jahrhundert und der G–Dur–Messe von Franz Schubert. Diese soll zu Allerheiligen erklingen.

„Wir wollen die Musik zum Klingen bringen"

Der Kirchenchor hat in den vergangenen Jahren mehr Mitglieder verloren als gewonnen und ist auf der Suche nach Menschen, die mitmachen“ möchten. Ein Schwerpunkt ist die Pflege der „klassischen“ Musik. „Wir wollen die Musik zum Klingen bringen, für die Österreich bekannt ist, und um derentwillen Menschen aus aller Welt zum Studium nach Wien kommen.“ Gleichzeitig will man die „Hochamtstradition“ in der Stadt am Leben erhalten.