Region Elsbeere Wienerwald stellt sich neu auf. Bürger sollen bei Online-Befragung ihre Wünsche kundtun.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 15. Juni 2021 (13:57)
Leaderregion
Leaderregion-Managerin Christina Gassner im Gespräch mit Obfrau Karin Winter in Maria Anzbach.
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Zehn Minuten ihrer Zeit sollen die Bürger in der Region Elsbeere Wienerwald „opfern“: Sie sind aufgerufen, an einer großen Online-Befragung teilzunehmen und die Entwicklung der Region aktiv mitzugestalten. Seit Dienstag ist der Fragebogen online.

Die Leaderregion, die seit sieben Jahren besteht, verpasst sich bis zum Jahr 2030 eine neue regionale Entwicklungsstrategie. An diesem Prozess wirken Vertreter aller 13 Gemeinden mit. Aber auch die Bürger sollen ins Boot geholt werden, deshalb wird die Befragung durchgeführt.

„Wer weiß besser, was unsere Region noch lebenswerter macht, als jene, die hier leben?“ Obfrau Karin Winter

Leaderregion-Obfrau Bürgermeisterin Karin Winter ist überzeugt, dass aus der Bevölkerung viele wertvolle Ideen und Anregungen kommen werden: „Wer weiß schließlich besser, was unsere Region noch lebenswerter macht, als jene, die hier leben?“

Die Bürger sollen mitreden, wenn es um Fragen geht wie „Wohin soll sich unsere Region bis im Jahre 2030 entwickeln? Wie zufrieden sind Sie mit der Lebensqualität? Welche thematischen Schwerpunkte sollen in den nächsten Jahren gesetzt werden?

Rund 38.000 Menschen leben in den 13 Gemeinden, die zur Leaderregion Elsbeere-Wienerwald gehören. Leader-Managerin Christina Gassner hofft auf zumindest 1.000 Umfrage-Teilnehmer.

Neben der Bürgerbefragung laufen auch Gespräche mit Persönlichkeiten aus verschiedensten Bereichen: Landwirtschaft, Tourismus, Wirtschaft, Kultur, Gesundheit, Umweltschutz, Schule, Kinderbetreuung. Man wolle die Anliegen und Bedürfnisse in der Region umfassend kennenlernen und auch mit Menschen sprechen, die man bis jetzt noch nicht so „am Schirm“ gehabt habe, sagt Christina Gassner. Sie ist derzeit fleißig in der ganzen Region unterwegs, um mit Bürgermeistern, Hoteliers, Schuldirektoren und Vertretern anderer Bereiche über den Status quo und Wünsche für die Zukunft zu sprechen. „Wir versuchen, alle Themenfelder abzudecken und hineinzuhören, welche Bedürfnisse es gibt, wo man Chancen besser nutzen kann und welche Herausforderungen angegangen werden müssen“, sagt Gassner gegenüber der NÖN.

Den ersten Termin hatte sie in Maria Anzbach bei Obfrau Karin Winter. Diese sieht in der Vielfalt der Region eines der größten Potentiale: „Jede Gemeinde bringt ihre eigenen Stärken ein, die gilt es zukünftig noch besser zu nutzen.“