Volksschule Neulengbach: „Die Kinder sind top“. In der Volksschule Neulengbach hat sich im zweiten Lockdown alles eingespielt.

Von Renate Hinterndorfer und Christine Hell. Erstellt am 26. November 2020 (03:08)
Hinterndorfer

Lockdown Nummer 2. Die NÖN hat nachgefragt, wie die Situation in der Volksschule Neulengbach ausschaut.

„An und für sich geht es uns gut“, sagt Marietta Leibetseder, die Direktorin der 16-klassigen Schule. Waren beim ersten Lockdown am Anfang nur etwa zehn Kinder im Schulhaus und in der Endphase an die 30, so sind jetzt von Anfang an etwa 50 Kinder in der Volksschule, die restlichen Schüler lernen daheim. Organisatorisch ist das mühsam, aber es gehe sich alles irgendwie aus.

„Es geht sich alles irgendwie aus.“ Marietta Leibetseder

Im Gegensatz zum ersten Lockdown, wo man geschaut hat, dass möglichst wenig Kinder und Lehrer ins Schulgebäude kommen, hole man jetzt Kinder mit mehr Betreuungsbedarf in die Schule, wo immer um die zehn Lehrer im Einsatz sind.

„Die Kinder daheim können selbstständig arbeiten und brauchen nicht permanent einen Lehrer“, informiert Marietta Leibetseder. Bei Fragen stehen die Pädagogen auch telefonisch zur Verfügung.

Insgesamt laufe die pädagogische Unterstützung und Förderung gut, zeigt sich die Schulleiterin zufrieden. „Es bemühen sich alle, Kinder, Eltern und Lehrer.“ Die Schüler haben Arbeitsblätter, Unterlagen und Wochenblätter bekommen. Teilweise wird über Stream gearbeitet. Manche Lehrerinnen machen eine Morgenansprache, andere machen eine Werkstunde über das Internet. Die Kinder kommen laut Schuldirektorin gut zurecht. Auch mit den Corona-Schutzmaßnahmen gibt es keine Probleme: „Die Kinder sind top. Die Maskenpflicht am Gang hat sich bei allen eingespielt“, lobt Marietta Leibetseder die Schüler.

Im Sonderpädagogischen Zentrum in St. Christophen St. Christophen gibt es grundsätzlich Präsenzunterricht. „Einige Kinder sind aber trotzdem zu Hause, aus Vorsichtsmaßnahme“, erklärt Direktorin Gertraud Bauer-Fitz.

St. Christophen: Eine Klasse in Quarantäne

Zusätzlich sind die Schüler einer Klasse in Quarantäne, weil eine Betreuungsperson positiv auf Covid-19 getestet wurde. Auch einige Lehrer, die mit der betreffenden Person Kontakt hatten, sind in Quarantäne. Im Prinzip werde der Unterricht normal aufrecht erhalten, erklärt die Direktorin des Sozialpädagogischen Zentrums, und sie sagt: „Wir versuchen, sehr viel im Freien zu unternehmen, Bewegungserziehung wird grundsätzlich im Freien gemacht.“

Stolz vermeldet Bauer-Fitz: „Wir sind unter den wenigen Schulen, in denen Präsenzunterricht aufrecht erhalten wird, darüber freuen wir uns.“