24 neue Imkermeister ausgebildet. Nach Absolvierung der dreijährigen Ausbildung bestanden gestern 24 Teilnehmer die theoretische und praktische Prüfung zum Imkermeister.

Von NÖN Leserreporter. Erstellt am 23. Februar 2017 (10:50)
Jürgen Mück
Karl Stückler (2. Reihe, 1. v. l.), Leiter der Imkerschule Warth, mit den neuen Imkermeistern und dem Prüferteam.

„Die Kursteilnehmer kommen aus ganz Österreich und sogar sechs Imker aus Deutschland scheuten nicht die weite Anreise, was den guten Ruf der Imkerschule Warth unterstreicht“, freut sich Dipl.-HLFL-Ing. Karl Stückler, Leiter der Imkerschule. „Die frischgebackenen Meister sind nun berechtigt selbst Lehrlinge auszubilden bzw. ihr Betrieb ist nun für die sogenannte Fremdpraxis geeignet. Die Meisterprüfung ersetzt auch die Unternehmerprüfung“, so Stückler.

Jürgen Mück
Die beiden frisch gebackenen Imkermeister Christian Winkler und Peter Jelinek bestanden die Prüfung mit ausgezeichnetem Erfolg und sind somit die Jahrgangsbesten. Die Personen v. l.: Anton Hölzl, Leiter der Lehrlingsstelle, Imkermeister Christian Winkler (aus Wagrain, Salzburg), Imkermeister Peter Jelinek (aus Gumpoldskirchen, NÖ) und Karl Stückler.

Die neuen Imkermeister stehen für die kontinuierliche Professionalisierung der Imkerausbildung und die damit einhergehende Qualitätssteigerung bei der Honigproduktion. Bis dato wurden in Warth über 500 Imkerfacharbeiter und über 300 Imkermeister ausgebildet, was rund die Hälfte aller Facharbeiter und Meister in Österreich ist.

Imker sind unverzichtbare Partner der Landwirtschaft

Die Imkermeister zählen mit ihrer umfassenden Ausbildung und der fachlichen Kompetenz zur Elite der österreichischen Imkerei. Sie sorgen mit ihren Bienenvölkern für eine flächendeckende Bestäubung der heimischen Kulturpflanzen und sind damit unverzichtbare Partner der Landwirtschaft, die mit der Honigproduktion zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung beitragen.

„Das Interesse an der Imkerei hat in den letzen Jahren stark zugenommen und die Bienenzüchter werden immer jünger. Die naturverbundene Arbeit mit den Bienen sowie das Know-how rund um die Imkerei haben stark an Attraktivität gewonnen“, so Stückler.

Rund 25.100 Imker und Imkerinnen sichern in Österreich mit ca. 367.500 Bienenvölkern die Bestäubung der Zier- und Nutzpflanzen. Typisch dabei ist die traditionelle kleinbetriebliche Struktur.

Dreijährige Meisterausbildung

Im Zentrum der dreijährigen Meisterausbildung steht neben der fachlichen, persönlichen und unternehmerischen Weiterbildung die Erstellung eines persönlichen Betriebsentwicklungskonzeptes. In der „Meisterhausarbeit“ geht es darum, Bestehendes zu überdenken, Talente zu erkennen, Fähigkeiten zu entwickeln und innovative Veränderungsschritte in den Betrieben einzuleiten.

Artikel von Jürgen Mück