73-jährige als Opfer schweren Betrugs. Die Polizei in Niederösterreich rät einmal mehr zu Vorsicht und Misstrauen bei Gewinnbenachrichtigungen

Erstellt am 29. November 2013 (12:00)
Anlass ist der Fall einer 73 Jahre alten Frau aus dem Bezirk Neunkirchen, die mutmaßlich das Opfer eines schweren Betrugs geworden ist. Es geht dabei nach Angaben vom Freitag um einen fünfstelligen Euro-Betrag.

Gewinn wurde per Telefon vorgetäuscht

Mindestens zwei bisher unbekannte Täter hätten der 73-Jährigen ab Mitte November telefonisch einen sehr hohen Gewinn in fünf- bzw. sechsstelliger Höhe vorgetäuscht, so die Landespolizeidirektion. Sie forderten die Frau auf, für die Zustellung durch einen Geldtransporter einen fünfstelligen Euro-Betrag auf verschiedene Konten zu überweisen, damit der Transport bezahlt und versichert werden könne. Die Pensionistin tätigte auf Drängen des Anrufers insgesamt vier Überweisungen. Als sie Anfang dieser Woche den Restbetrag begleichen wollte, wurde sie nach einem vertraulichen Hinweis von Beamten der Polizeiinspektion Gloggnitz angehalten und befragt. Im Zuge der Erhebungen wurde der Verdacht des schweren Betruges ermittelt.

Erste Anrufe schon im März

Außerdem stellte sich laut Polizei heraus, dass die Frau schon im März zwei Anrufe von vermeintlichen Inkassobüros erhalten und über deren Verlangen zweimal mehrere hundert Euro für die Streichung aus einer Gewinnliste bezahlt hatte. Ob ein Zusammenhang mit der nun vorgetäuschten Gewinnauszahlung besteht, wird noch erhoben.