NÖ Skigebiete öffnen trotz Lockdown die Pforten. Tourismuslandesrat Jochen Danninger (ÖVP), Landespolizeidirektor Franz Popp und Isabella Hinterleitner von der NÖ Bergbahnen-Beteiligungsgesellschaft informierten über die geänderten Rahmenbedingungen im Skisport. Nur wer online Tickets kauft beziehungsweise vorreserviert, kann auch seine Schwünge auf der Piste machen. Die Polizei soll verstärkt auf die Einhaltung der Regeln achten.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 23. Dezember 2020 (11:55)
Andreas Putz (Erlebnisarena St. Corona am Wechsel), Markus Redl (Geschäftsführer NÖ Bergbahnen Beteiligungs GmbH), Landespolizeidirektor Franz Popp, Tourismuslandesrat Jochen Danninger, Projektleiterin der Taskforce Isabella Hinterleitner, Geschäftsführer Karl Morgenbesser und Leni Steindl (Erlebnisarena St. Corona am Wechsel).
NLK Pfeiffer

Auch, wenn bereits am Stefanitag der dritte harte Lockdown in Österreich in Kraft tritt – Ski fahren wird unter gewissen Voraussetzungen trotzdem erlaubt sein. Die NÖ Skigebiete seien jedenfalls bestmöglich gerüstet, betonte Tourismuslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) am Mittwochvormittag bei einer Pressekonferenz in der Erlebnisarena St. Corona am Wechsel (Bezirk Neunkirchen). Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie stehe die Gesundheit an „oberster Stelle“, so Danninger: „Diesem Leitsatz folgen wir auch weiterhin!“ Mit der „nötigen Vorsicht, Umsicht und Disziplin“ starte man morgen, 24. Dezember, in die Wintersaison 2020/2021.

Tourismuslandesrat Jochen Danninger (ÖVP).
Philipp Grabner

Hotels und Gastro bleiben zu

Generell wird einzig und allein „für den aktiven Skisport“ geöffnet, wie der Landesrat betonte – Hotels und Gastronomie bleiben weiterhin geschlossen. Auch das Abholen von Speisen und Getränken in der Umgebung von Skigebieten sei nur dann möglich, wenn der Betrieb vom öffentlichen Straßennetz aus erreichbar sei, wie Danninger ergänzte. Der Zutritt zu den Skigebieten soll aber nur dann erlaubt sein, wenn ein gültiges Ticket oder eine Reservierung vorgewiesen werden kann. „So wollen wir sicherstellen, dass nicht zu viele anreisen“, so der Landesrat. Aktuelle Gegebenheiten in den Skigebieten sind über die neue Internetseite www.winternavi.at abrufbar. Abseits dessen gelten die bereits bekannten Maßnahmen: Abstand halten sowie einen Mund-Nasen-Schutz beziehungsweise eine FFP2-Maske tragen, wo dies vorgeschrieben ist. Ob es auch ein Szenario gebe, bei dem die Skigebiete wieder dicht machen müssten? Danninger appellierte, die geltenden Regeln einzuhalten, versicherte aber, „dass wir das laufend evaluieren werden“.
Allgemein rechne man mit einer höheren Nachfrage der Gäste - aufgrund der Präventionsmaßnahmen seien die Kapazitäten der Seilbahnbetriebe in NÖ gegenüber den Vorjahren aber um mehr als die Hälfte auf rund 10.000 Gäste pro Tag reduziert worden, so Danninger.

Polizei mit zusätzlichen Streifen vor Ort

Um die Sicherheit zu gewährleisten, wird die Exekutive zusätzlich mit der Alpinpolizei präsent sein, wie NÖ Landespolizeidirektor, Generalmajor Franz Popp bekräftigte: Rund um die Skigebiete werde man mit zusätzlichen Streifen im Einsatz sein. „Die Exekutive wird dazu beitragen, dass in Niederösterreich sicheres Skifahren möglich ist“, so Popp. Auf die im Vorfeld umfassend ausgearbeiteten Präventionskonzepte verwies schließlich auch Isabella Hinterleitner von der Wirtschaftsagentur „ecoplus“ des Landes NÖ. „Die Skigebiete haben nicht aufgegeben und sich immer wieder angepasst“, verwies sie auf die in den letzten Wochen und Monaten oftmals geänderten Rahmenbedingungen im Zuge der Eindämmung des Coronavirus. Hinterleitner zufolge können auch Skikurse stattfinden – „Privatkurse mit einem weiteren Haushalt“, wie sie präzisierte.

Direkt in St. Corona am Wechsel geht in der Erlebnisarena morgen ein neuer Schlepplift in Betrieb, geöffnet wird hier bis 19 Uhr sein. Die Skischaukel Mönichkirchen-Mariensee hat täglich bis 16 Uhr geöffnet.