Mönichkirchens Ortschef: „Unverständlich, wie man das leugnen kann!“

Mönichkirchens Ortschef Andreas Graf hat Corona überstanden – allerdings mit mehrtägigem Aufenthalt im Spital.

Erstellt am 03. Dezember 2021 | 05:23
Lesezeit: 2 Min
Andreas Graf
Andreas Graf zurück an seinem Schreibtisch: Der Bürgermeister führt seit 29. Oktober wieder die Amtsgeschäfte.
 
Foto: Philipp Grabner

Andreas Graf sitzt wieder am Schreibtisch. Nachdem der Mönichkirchner ÖVP-Bürgermeister im vorigen Monat an Corona erkrankt war – und dabei sogar im Krankenhaus behandelt werden musste –, nahm er mit Ende Oktober wieder die Amtsgeschäfte auf. Bleibende Schäden von der Erkrankung trägt Graf keine davon, trotzdem hat er „eine Erfahrung gemacht“, wie er gegenüber der NÖN schildert.

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„Wir haben jeden Montag und Freitag unsere Teststraße geöffnet, und da gehe ich selbst immer“ Andreas Graf

Begonnen hatte alles mit einem Routine-Schnelltest, dem sich Graf am 11. Oktober in der gemeindeeigenen Teststraße unterzogen hatte. „Wir haben jeden Montag und Freitag unsere Teststraße geöffnet, und da gehe ich selbst immer“, sagt der Mönichkirchner ÖVP-Bürgermeister. Als das Testergebnis wenig später positiv ausfällt, beruhigt der Tester den Ortschef noch – das könne schon einmal vorkommen. „Dann war aber auch der zweite Test positiv und ich habe sofort 1450 angerufen“, schildert der Ortschef. Ein PCR-Test in Wiener Neustadt brachte schließlich die endgültige Bestätigung. „Zu diesem Zeitpunkt hatte ich leichte Verkühlungssymptome, sonst nichts“, erinnert sich der 60-Jährige zurück.


Arbeit im Krankenhaus „höchst professionell“

Wie heimtückisch das Virus sein kann, erfuhr Graf schließlich in den kommenden Tagen. Eine Woche nach dem positiven Test litt er an starkem Husten, sein Hausarzt riet ihm schließlich, das Krankenhaus aufzusuchen – Verdacht auf Lungenentzündung. „Diese Vermutung hat sich schließlich bewahrheitet und die Behandlung – ich habe dort Infusionen bekommen – hat jeden Tag Erfolge gezeigt“, erinnert sich Graf zurück.

Intensivmedizinisch musste der Bürgermeister nicht behandelt werden.
Am 26. Oktober galt Graf schließlich offiziell als genesen, mit 29. Oktober nahm er wieder die Amtsgeschäfte in der Gemeinde auf. „Und am Montag darauf war ich wieder mit dem Schulbus unterwegs“, so der 60-Jährige, der beruflich als Taxiunternehmer tätig ist.

„Ich hatte im Jahr 2015 eine Nierentransplantation und bin deshalb Hochrisikopatient. Mir wurde die Impfung dringend empfohlen!“

Dass ihn die Corona-Schutzimpfung – der zweite „Stich“ erfolgte bereits im Mai – vor einem noch schwereren Verlauf bewahrt hat, davon ist Graf überzeugt: „Ich hatte im Jahr 2015 eine Nierentransplantation und bin deshalb Hochrisikopatient. Mir wurde die Impfung dringend empfohlen!“

Wie er über Menschen denkt, die nicht nur die Maßnahmen ablehnen, sondern das Virus gar leugnen? „Für mich ist das völlig unverständlich, wie man das leugnen kann – ich kann ja bestätigen, dass es das gibt und was sich da abspielt“, appelliert der Ortschef. Dementsprechend hat Graf auch Verständnis für die Maßnahmen der Bundesregierung, etwa den allgemeinen Lockdown in Österreich: „Das ist sicherlich unattraktiv, aber angesichts der Zahlen notwendig.“

Ein Anliegen ist Graf, dem Team des Landesklinikums Neunkirchen ein dickes Lob auszusprechen: „Weil da unter schweren Bedingungen höchst professionell gearbeitet wird. Und dafür möchte ich mich herzlich bei allen bedanken!“