Amtshaus: Umbau-Planung soll noch heuer beginnen. Eine durchaus umfangreiche Tagesordnung galt es am Dienstagabend für die Gemeinderäte abzuarbeiten – all das an ungewöhnlichem Ort: Denn aufgrund des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes hatte Bürgermeisterin Doris Faustmann (ÖVP) die Sitzung in den Festsaal der örtlichen Neuen Mittelschule verlegt.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 01. Juni 2020 (16:48)

Abseits etlicher Beschlüsse, die allesamt einstimmig gefällt wurden, und der noch ausstehenden Angelobung von ÖVP-Gemeindevorstand Michael Binder, nutzte Bürgermeisterin Faustmann die Gelegenheit, näher auf die Coronakrise und die Auswirkungen auf die Gemeinde einzugehen. So berichtete sie unter anderem, dass man im Amtsgebäude in zwei Gruppen gearbeitet habe und den Dienstbetrieb bis dato nicht unterbrechen musste. Auch der Einkaufsdienst, bei dem ältere oder erkrankte Mitbürger anrufen konnten, sei gut angenommen worden, so Faustmann.

„Mittlerweile läuft auf dem Gemeindeamt wieder der Normalbetrieb“, ergänzte die Ortschefin. Das für 2020 veranschlagte Budget werde unterdessen nicht halten, gab sie zu Protokoll: „In den Ausschüssen und im Gemeindevorstand wird es daher Beratungen geben, welche Projekte wir verschieben müssen beziehungsweise wo eventuell eingespart werden kann.“ Trotz alldem konnte sie beruhigen: „Wir stehen auf soliden Beinen und werden die Krise gut überstehen.“ Das zeigte sich auch beim Beschluss des Rechnungsabschlusses, der ohne Gegenstimmen angenommen wurde.

Ausschuss-Sprecher wurden gewählt

Festgelegt wurde auch die Besetzung der drei Gemeinderatsausschüsse – und die Vorgangsweise, das die Arbeit vermehrt in projektbezogene Arbeitsgruppen verlagert werden soll. Das habe sich zuletzt bewährt und gewähre, dass jeder den selben Wissensstand habe, begründete die Ortschefin die Vorgangsweise. In den Ausschüssen sind schließlich Gemeinderäte beider Fraktionen vertreten. Als Ausschusssprecher wurden Michael Binder, Manfred Danter und Michael Heissenberger, alle ÖVP, gewählt.

Thematisiert wurde dann auch noch der geplante Umbau des Gemeindeamtes. Man verständigte sich darauf, noch heuer mit den Planungsarbeiten zu starten. Angedacht sind unter anderem die Erschließung des Amtes und des angrenzenden Gebäudes durch ein gemeinsames Stiegenhaus und einen Aufzug, die Sanierung des Dachs und des Dachstuhls, die Erneuerung der Büroräumlichkeiten sowie die Errichtung eines neuen Sitzungssaales. 

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