Gemeinderatswahl: Auerböcks Rückzug. Doris Faustmann heißt die neue Spitzenkandidatin der ÖVP, Hans Auerböck zieht sich in die zweite Reihe zurück.

Von Karin Egerer. Erstellt am 27. Oktober 2014 (09:02)
NOEN, privat
Die zukünftige Spitzenkandidatin der ÖVP Aspang für die kommende Gemeinderatswahl, Doris Faustmann. Der jetzige Bürgermeister Hans Auerböck wird aber auch in Zukunft unterstützend zur Seite stehen.

Nach 27 Jahren an der Spitze der Gemeinde lässt Hans Auerböck der nächsten Generation den Vortritt. Amtsleiterin und Gemeinderätin Doris Faustmann heißt die neue Spitzenkandidatin der ÖVP.

„Wechsel an Spitze ist zukunftsweisend"

„Sie ist seit 1988 in der Gemeinde tätig, hat drei Söhne und ist profunde Kennerin der Gemeindeagenden und der Anliegen der Bürger“, meint Gemeindeparteiobmann der ÖVP, Helmut Ertl. „Der Wechsel an der Spitze ist sicher zukunftsweisend für unsere Gemeinde.“

Doris Faustmann selbst, sie sitzt seit der letzten Periode auch im Gemeinderat, freut sich auf ihre neue Tätigkeit als Ortschefin. „Das hat sich eigentlich durch die Arbeit so entwickelt, bei der Klausur ist das Thema zur Sprache gekommen und alle waren sich eigentlich einig“, erinnert sich die Spitzenkandidatin.

Ob sie weiterhin auch Amtsleiterin bleiben wird, das muss erst die Zukunft zeigen. „Es gibt einige Gemeinden, wo der Bürgermeister auch Amtsleiter ist, aber das müssen wir erst betriebsintern abklären.“

„Die Zeit bleibt nicht stehen"

Von ihrer Familie bekommt sie natürlich volle Unterstützung und Faustmann setzt auch auf die Unterstützung von Hans Auerböck: „Nach so vielen Jahren hat er sich viel Wissen und Können angeeignet, davon kann ich nur profitieren und freue mich auch auf eine gute Zusammenarbeit.“ Bürgermeister Hans Auerböck sieht seinen Abgang mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

„Es nutzt ja nichts, man wird nicht jünger und die Zeit bleibt nicht stehen. Man muss wissen, wann der Moment gekommen ist, um zu gehen und die Gemeinderatswahl ist der perfekte Anlass. Außerdem verschwinde ich ja nicht ganz von der Bildfläche, so schnell wird man mich nicht los,“ so Auerböck mit einem Schmunzeln.