Neunkirchner Stadtpark sorgt für Diskussion. SPÖ und FPÖ kritisieren „Alleingang“ der ÖVP-Grüne-Stadtkoalition.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 01. Juli 2020 (05:34)
Helmut Fiedler (FPÖ), Andrea Kahofer und Kurt Ebruster (SPÖ), Regina Danov (FPÖ) und Günther Kautz (SPÖ) fordern Maßnahmen im Park.
SPÖ/FPÖ/zVg

Eine öffentliche Toilettenanlage, ein Trinkbrunnen sowie eine Hundefreilaufzone – das sind nur drei von insgesamt 17 Vorschlägen zur Attraktivierung des Neunkirchner Stadtparks, die SPÖ und FPÖ zuletzt vorlegten. Das Konzept sei das Ergebnis einer online durchgeführten Befragung, präzisiert die freiheitliche Stadtparteichefin Regina Danov – das Ziel ist für sie klar: „Der Stadtpark als Ort der Erholung und Begegnung.“

Gerne hätte man diese Vorschläge auch mit der Stadtregierung geteilt – doch zwei vereinbarte Besichtigungstermine seien abgesagt worden, ärgert sich Danov: „Aber wir lassen nicht locker – da sind wir wie Terrier!“ Ins selbe Horn stoßen die Sozialdemokraten. „Der Stadtpark als grüne Lunge Neunkirchens hat es sich verdient, durch rasch durchzuführende Maßnahmen wieder zu einem beliebten Naherholungsgebiet gemacht zu werden“, erklärt SPÖ-Stadtrat Kurt Ebruster. Ein Wettbewerb der „besten Ideen sowie eine aufrichtige Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinaus“ sei nun wichtig, betont man.

Bürgermeister Herbert Osterbauer: „Diese Begegnung mit allen wird es noch geben!“
Grabner

Auf NÖN-Nachfrage bestätigt ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer, dass zwei ursprünglich anberaumte Besichtigungstermine abgesagt wurden – das habe aber auch einen Grund gehabt, so Osterbauer: „Es hat geregnet.“ Dass zuletzt ein Foto von Osterbauer und seinem Grüne-Vizebürgermeister Johann Gansterer im Stadtpark auf Facebook auftauchte, ließ die Opposition prompt von einem „Alleingang“ sprechen – was so nicht zutreffend sei, meint Osterbauer: „Der Vandalismus war der Grund, warum Kollege Gansterer und ich uns spontan getroffen haben.“ Sein Mitarbeiter habe sie begleitet und ein Foto geschossen, erklärt der Stadtchef. „Selbstverständlich wird es den vereinbarten gemeinsamen Rundgang noch geben. Was die Inhalte betrifft, sind wir uns großteils auch einig“, so Osterbauer, dem etwa auch ein Pavillon für kleinere Veranstaltungen sowie mehr Beleuchtung vorschweben. Noch heuer solle die Planung erfolgen, bis 2022 solle die Attraktivierung fertig sein.

Ähnlich klingt auch die Reaktion von Hans Gansterer. Die Begehung sei aufgeschoben, nicht aufgehoben: „Die Einbindung von Vereinen und anderen Parteien ist uns sehr wichtig“, betont der Vizebürgermeister.

Umfrage beendet

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