Einigkeit im Kampf um Schutzwegerhalt in Ternitz. Diskussion um Fußgängerübergang in Franz- Dinhobl-Straße, der plötzlich entfernt wurde, weitet sich aus.

Von Nadine Gasteiner. Erstellt am 03. Mai 2021 (03:23)
Christine und Martin Kurz (FPÖ), Birgit Ehold-Wlassak, Ilhami Bozkurt (beide NEOS), Gerhard Windbichler (SPÖ) und Erwin Scherz (FPÖ).
Nadine Gasteiner, Nadine Gasteiner

Das Entfernen des Schutzwegs an der Kreuzung Arbeitergasse/Franz-Dinhobl-Straße (die NÖN berichtete) sorgt für Unruhe in der Stadtgemeinde Ternitz. Ilhami Bozkurt von den NEOS lud deshalb vergangenen Freitag zu einem Lokalaugenschein, bei der auch alle Gemeindefraktionen anwesend waren.

SPÖ-Stadtrat Gerhard Windbichler erklärte, dass der Schutzweg im Zuge eines Ansuchens, welches eigentlich der Kurzparkzone galt, entfernt werden musste. Der Schutzweg galt nicht mehr als aktuell und die Stadtgemeinde hat daraufhin angeboten, diesen auf eigene Kosten zu sanieren. Es wurden zwei Zählungen veranlasst, um die genauen Frequenzen zu erfassen. Beide wurden im Oktober vergangenen Jahres morgens, mittags und abends durchgeführt.

Die Zahlen fielen jedoch zu niedrig aus, wodurch die Entfernung von der Bezirkshauptmannschaft angeordnet wurde, da es sich hier um eine Bundesstraße handelt. Bozkurt und die NEOS sehen darin ein enormes Problem, denn Kinder und Jugendliche überqueren hier die Straße. Bozkurt: „Ich bin hier früher selbst über die Straße gegangen und weiß, wie viel los ist. Wir als Ternitz müssen dafür kämpfen!“ Windbichler betont, dass alles getan werde, um den Schutzweg wiederzubekommen, aber: „Wenn das Land ,Nein‘ sagt, geht es nicht – die Grundlage ist das Gesetz.“ Die Oppositionsparteien fordern eine Durchsicht des Kriterienkataloges für Schutzwege, um vielleicht noch eine Lösung zu finden, sowie eine weitere Verkehrsverhandlung.