Ausstieg nicht gefunden: Einsatz nach Klettertour. Weil ein 35-Jähriger und seine 30-jährige Begleiterin den Ausstieg nicht mehr fanden, setzten sie am gestrigen Sonntag einen Notruf ab. Die Bergrettungs-Ortsstelle Reichenau eilte zur Hilfe.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 26. Oktober 2020 (11:24)
Einsatz für die Bergrettung.
Bergrettung Reichenau

Zu einem Einsatz musste am Sonntag die Bergrettung Reichenau ausrücken: Ein 35-jähriger Mann aus Wien und seine 30-jährige Begleiterin aus Deutschland hatten sich für eine Begehung des Richterwegs in der Stadelwand (Schneeberg) entschieden.
„Nach dem erfolgreichen Abschluss der 12-Seillängen-Tour bei Einbruch der Dämmerung konnten die beiden den Ausstieg Richtung ,Gassl‘ nicht finden und folgten irrtümlich dem Stadelwandgrat noch etwa zwei Seillängen weiter“, so Sabine Buchebner-Ferstl, Pressesprecherin der Bergrettung. Gegen 18 Uhr setzten die beiden schließlich einen Notruf ab.  

Eine Gruppe der Bergrettung stieg schließlich über das sogenannte „Gassl“ auf und konnte die Gesuchten gegen 20.15 Uhr anhand von Lichtzeichen orten. „Eine halbe Stunde später hatte die Mannschaft die Seilschaft erreicht und begann mit dem Abseilen zum Ausstieg des Richterwegs, von wo der Abstieg zu Fuß fortgesetzt wurde. Kurz vor 23 Uhr erreichte das Duo in Begleitung der Bergrettung die Höllental-Bundesstraße.“

Nahezu zeitgleich war an diesem Abend noch eine weitere Einsatzmeldung eingegangen. Die auf der Rax in der Nähe der Dirnbacherhütte vermissten fünf Personen, darunter auch ein Kind, trafen jedoch eine Viertelstunde nach der Alarmierung wohlbehalten am Ottohaus ein.