Drohneneinsatz nach chemischer Reaktion bei Güterwagon. Gegen 15:14 Uhr wurden am Samstagnachmittag die Feuerwehren Gloggnitz-Stadt und Gloggnitz-Stuppach sowie das Rote Kreuz und die Polizei zu einem Brandverdacht bei einem Güterwagon am Bahnhof Gloggnitz alarmiert.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 14. Februar 2021 (11:29)

Beim Eintreffen der ersten Kräfte wurden die Feuerwehreinheiten bereits vom ÖBB-Einsatzleiter erwartet und eingewiesen. Bei einem Güterwagon, welcher mit 55 Tonnen Metallspänen beladen war, kam es zu einer Rauchentwicklung. Seitens der ÖBB wurden drei Gleise für den Zugverkehr gesperrt.

Mittels Wärmebildkamera wurden Temperaturmessungen am Wagon durchgeführt, welche eine erhöhte Temperatur anzeigten. Zusätzlich wurde mit einer Drohne der betroffene Wagon überflogen, um einen Lageüberblick vom rauchenden Inhalt zu bekommen.

Aufgrund der Einschätzungen der Lagebilder wurde vom ÖBB-Einsatzleiter der Aufbau eines Brandschutzes angeordnet und im Anschluss der Wagon auf ein Nebengleis verschoben. Nach rund zweieinhalb Stunden konnte nach laufenden Kontrollen seitens der ÖBB der Einsatz für die Feuerwehr beendet werden.

"Aufgrund einer chemischen Reaktion der Metallspäne mit einem Zusatzmittel kam es wahrscheinlich zur Rauchentwicklung und der erhöhten Temperatur", zitierte die Feuerwehrplattform "Einsatzdoku.at" in einer Aussendung einen Fachberater der ÖBB, welcher die Einsatzkräfte fachlich unterstützte.

Laut Sachverständigem der ÖBB ist diese Reaktion aber nicht unüblich nach einigen Stunden beendet und stellt keine Gefahr dar, da es sich bei dem „Rauch“ mehr um Wasserdampf handelt. Gefährlich können solche Einsätze werden, wenn das Metall selbst weiteroxidiert, da hier Temperaturen von über 2000 Grad Celsius entstehen können und diese das Löschwasser zum Teil in Knallgas verwandeln.

Im Einsatz standen zwei Feuerwehren mit 33 Mitgliedern und sieben Fahrzeugen, das Rote Kreuz zur Beistellung und die Polizei sowie Mitarbeiter der ÖBB. „Der Einsatz bewieß wieder die Wichtigkeit der perfekten Zusammenarbeit zwischen allen Blaulichtorganisationen und der ÖBB, welche zu einem reibungslosen Einsatz führte“, so Feuerwehr- Einsatzleiter Thomas Rauch gegenüber "Einsatzdoku.at"