Wo er den Rohrbruch fand, war sein Heimatland. Es gibt wohl keine Straße, kein Kanalrohr oder keinen Pflasterstein in Neunkirchen, den Josef „Pepi“ Haberler nicht kennt. 32 Jahre arbeitete er auf der Gemeinde, zuletzt viele davon als Leiter des städtischen Bauhofs.

Von Christian Feigl. Erstellt am 30. Juni 2017 (09:07)

Am Donnerstagabend lud er zur großen Abschiedsfeier zum Mostheurigen Simon nach Mollram, denn nach 47 Jahren in der harten Arbeitswelt darf sich der „Pepi“, wie er von allen genannt wird, nun über seinen wohlverdienten Ruhestand freuen.

Viele Arbeitskollegen waren an diesem Abend seinem Ruf gefolgt, um mit ihm gemeinsam zu feiern. Auch Wegbegleiter aus der Politik, angeführt von Bgm. Herbert Osterbauer, gaben sich die Ehre. Wie sehr Haberler von den Kollegen geschätzt wurde und wie fleißig er stets war, wurde anhand einer amüsanten Powerpointpräsentation inklusive Pepis bester Sprüche, die sein designierter Nachfolger Gregor Bartl und Baudirektor Franz Krenn gestaltet hatten, verdeutlicht. Höhepunkt der Ehrerbietungen war aber sicherlich das selbst komponierte Lied der Mitarbeiter des Bauamts.

Hans Bauer textete Freddy Quinns „So schön war die Zeit“ in höchst lustige Form um. Textzeilen wie  „Brennend heißer Gussasphalt – so schön, so schön war die Zeit, und im Winter war’s saukalt – so schön, schön war die Zeit“ oder „Wo er den Rohrbruch fand, da war sein Heimatland“ oder „Dort wo die Lacken stehn, da konnt man Pepi sehn“ oder „Jeden Tag gab’s ein Jourfix – so schön, schön war die Zeit, viel gredt, aussa kommt nix – so schön, schön war die Zeit“ rissen zu wahren Lachstürmen hin. Aber auch das Geschenk seiner Kollegen, eine riesige Hilti, konnte sich sehen lassen und rührte das Gemeinde-Urgestein nahe zu Tränen.

Bei köstlichem Schweinsbraten, Schnitzel,  herrlichem Most und dem einen oder anderen Bierchen wurde Pepi Haberler schließlich fast in Gleitzeit in die Pension geschickt. Alles Gute Pepi!

Mehr dazu auch in der kommenden Printausgabe der NÖN Neunkirchen.