Bergläufer starb einsamen Tod. Ein 27-jähriger Wiener verirrte sich in Latschenfeld und starb an Unterkühlung.

Von Christian Feigl. Erstellt am 01. Juni 2014 (15:22)

Tragisch endete der Ausflug für einen 27-jährigen Wiener Bergläufer am Schneeberg. Der Profi wurde seit Freitag vermisst, am Sonntag konnte nur noch seine Leiche im Hoyosgraben entdeckt werden.

„Wetter dürfte ihm zum Verhängnis geworden sein“

Das letzte Lebenszeichen des Mannes stammte vom Einkehrschwung auf der Fischerhütte. Danach machte er sich über den Fadensteig am Weg ins Tal. „Dabei dürfte das Wetter immer schlechter und ihm letztlich zum tödlichen Verhängnis geworden sein“, so Gerhard Lesch, stellvertretender Ortsstellenleiter der Bergrettung Puchberg im Gespräch mit der NÖN am Sonntagabend.

Es wird vermutet, dass der Wiener wetterbedingt vom Fadensteig abgedriftet ist, in die Rinne des Hoyosgrabens gelangte und in einem dichten Latschenfeld nicht mehr weiterkonnte. „Das Wetter war schlecht, es hatte drei, vier Grad und es gab Schneeregen. Für diese schwierigen Bedingungen war der Mann kleidungsmäßig nicht ausgerüstet“, so Lesch.

Weil am Samstag aufgrund der Witterung keine Suchflüge möglich waren, dürften den Mann im Laufe des Tages seine Kräfte verlassen haben. Erst am Sonntag konnte er vom Hubschrauber aus entdeckt werden.
Insgesamt standen rund 150 Bergretter, drei Alpinpolizisten und sieben Hundeführer mit Suchhunden im Einsatz. 26 Feuerwehrleute mit vier Fahrzeugen und die Libelle der Polizei halfen ebenfalls mit.