Ärztin wurde beim Ladendiebstahl ertappt. Medizinerin ließ in einem Möbelhaus Gegenstände um über 1.200 Euro mitgehen, auch in einem Modegeschäft klaute sie. Beim zweiten Versuch wurde sie dort ertappt, vor Gericht bekannte sie sich schuldig.

Von Red. Wr. Neustadt. Erstellt am 06. April 2021 (12:00)
(Symbolbild)
APA/Gindl

Eine im Bezirk tätige Ärztin musste sich heute, Dienstag, wegen mehrerer Ladendiebstähle und eines Diebstahlversuchs vor Gericht verantworten. Der Frau wurde von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, am 8. Dezember in einem Möbelhaus Einrichtungsgegenstände und Dekoartikel im Wert von über 1.190 Euro sowie in einem Modegeschäft Kleidung für 160 Euro gestohlen zu haben. Die Frau soll am nächsten Tag im selben Geschäft nochmals versucht haben, zwei Kleidungsstücke im Wert von 591 Euro zu entwenden, wurde dabei aber vom Kaufhaus-Detektiv ertappt.

Die Angeklagte bekannte sich vor Gericht schuldig, machte aber keine Angaben, warum es zu den Diebstählen gekommen war. Der Detektiv erklärte vor Gericht, dass sie eine Zange in ihrer Handtasche hatte und er in einem „Mistkübel fürs Personal ein Sackerl mit zwei Warensicherungen“ gefunden habe, während die Frau zwei ungesicherte Kleidungsstücke bei sich hatte. „Sie fiel mir auf, weil sie wahllos Kleidung von der Stange in der Abteilung für hochpreisige Artikel nahm, ohne sie zu begutachten. So machen es die Profis.“ Denn so sehe man in der Überwachung nicht, mit wie vielen Teilen die Person in der Anprobe verschwindet. In der Umkleide habe er dann leere Kleiderbügel gefunden. Als der Detektiv die Frau anhielt, habe sie ihn der sexuellen Belästigung beschuldigt. Diese Anschuldigung wurde von der Angeklagten vor Gericht wieder zurück genommen.

Die unbescholtene Frau kam mit einer – nicht rechtskräftigen - Diversion davon, sie muss 2.400 Euro Strafe plus 500 Euro Gerichtskosten bezahlen. Erst wenn der Betrag bezahlt ist und die Staatsanwaltschaft der Diversion zustimmt, wird das Verfahren eingestellt.