Bürgermeister-Angelobung mit Abstand: Festakt fiel aus. Das Coronavirus durchkreuzte die Pläne der BH: Die Bürgermeister und deren Stellvertreter wurden abseits eines Festaktes angelobt. Auf den Handschlag verzichtete man.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 24. März 2020 (04:55)
Die Bürgermeister und ihre Stellvertreter hielten dennötigen Sicherheitsabstand ein.
Grabner

Festreden und musikalische Umrahmung. Sekt und Brötchen. Anschließend persönliche Begegnungen bei etwas Smalltalk. So hätte sich Neunkirchens Bezirkshauptfrau Alexandra Grabner-Fritz die Angelobung der 44 Bürgermeister aus dem Bezirk sowie deren Stellvertreter wohl vorgestellt.

Doch es kam ganz anders. In drei Tranchen, ohne Festansprache und auf dem Parkplatz hinter der BH wurden die Ortschefs und ihre Vizes am Montagvormittag angelobt. Die Corona-Krise habe den geplanten Festakt schlicht nicht zugelassen, argumentierte Grabner-Fritz. Dass die Angelobung nicht ganz ins Wasser fiel, habe aber auch einen bestimmten Grund: „Es ist wichtig, dass Sie als Bürgermeister und Vizebürgermeister nun rechtsgeschäftlich handeln können.“ Der Job des Ortschefs sei gerade jetzt wichtiger denn je.

Michael Polleroß (links) und Peter Hollendohner unterstützten Alexandra Grabner-Fritz bei der Angelobung.
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Grabner-Fritz verzichtete bei der Angelobung, die durch ein deutliches „Ich gelobe“ sowie durch die Unterfertigung eines Schriftstücks geleistet werden musste, auch auf den obligatorischen Handschlag. „Meine Festrede, die ich für heute vorbereitet habe, erspare ich uns jetzt“, so die Behördenchefin, die aber versprach: „Wir werden das zu gegebener Zeit nachholen!“

Trotzdem nutzte sie die Gelegenheit, den Gemeindevertretern für ihre Tätigkeit zu danken. „Sie sind für die Bürger die erste Anlaufstelle, sie haben eine wichtige Aufgabe, vor allem auch in dieser besonderen Situation.“ Nach jeweils 20 Minuten – aufgeteilt auf drei Mal – war die Angelobung auch schon wieder zu Ende. Einige Gemeindevertreter fehlten zeitbedingt, Hannes Döller und Michael Sillar aus Reichenau aufgrund der aktuellen Situation im Ort.

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