Handliche Müllpresse für den Haushalt. Abfallwirtschaftsverband-Geschäftsführer Gerd Hettlinger schwört auf ein neues Gerät für den Haushalt, das Volumen der Plastikflaschen auf ein Fünftel reduziert.

Von Christian Feigl. Erstellt am 01. August 2018 (05:00)
Christian Feigl
Gerd Hettlinger mit seiner Ecopress, die das Volumen von Plastikflaschen auf ein Fünftel verringert.

Als langjähriger Geschäftsführer für den Neunkirchner Abfallwirtschaftsverband und die Grüne Tonne an der B 17 kennt Gerd Hettlinger das Müllgeschäft wie kein Zweiter. Nun hat es dem 48-jährigen Wiener Neustädter aber eine besondere Erfindung angetan, die wahrlich kein Mist ist: Hettlinger vertreibt eine handliche Müllpresse für Plastikflaschen, die das Müllvolumen auf ein Fünftel der ursprünglichen Größe reduziert. Er hofft, damit den Markt revolutionieren zu können!

„Als Vater von drei Kindern hat mich diese Thematik auch schon länger privat beschäftigt und ich habe deswegen sogar einige Zeit versucht, selbst an einer Lösung herumzubasteln. Das ist mir aber nicht gelungen, weil vor allem auch die Umsetzung meiner Ideen für das Projekt im Endeffekt einfach zu teuer gewesen wäre“, erinnert er sich an seine persönliche Annäherung an die Thematik.

Als Hettlinger im Zuge seiner beruflichen Tätigkeit im Internet wegen einer gewerblichen Ballenpresse recherchiert, entdeckt er eher zufällig bei einem tschechischen Hersteller jenes Ding, das ihm schon so lange im Kopf herumschwirrt: die PET-Presse. Sofort bestellt er das Gerät, montiert es und ist von der ersten Sekunde an von der „Ecopress“, wie die Erfindung heißt, begeistert.

„Die Presse ist einfach an der Wand zu montieren, wirklich kinderleicht zu bedienen und presst die Flaschen mit einem simplen Handgriff vom Volumen her auf ein Fünftel der ursprünglichen Größe zusammen. Damit kann ich nicht nur meinen Verpackungsmüll im Haushalt drastisch reduzieren, sondern auch bei den Transportwegen einen kleinen Beitrag leisten“, ist er von der ökologischen Sinnhaftigkeit der Erfindung sichtlich überzeugt.

Vertrieb in Österreich übernommen

Mittlerweile hat er den Hersteller des Geräts persönlich kennengelernt und den Vertrieb in Österreich übernommen. „Ich glaube an die Idee, weil sie auch im Endeffekt der Umwelt guttut.“

Erste Vertriebserfolge im Freundes- und Bekanntenkreis lassen ihn jedenfalls optimistisch in die Zukunft blicken: „Jeder, dem ich die Ecopress gezeigt habe, war davon begeistert und wollte sie sofort haben. Sowohl Montage als auch Bedienung sind extrem einfach“, rührt er für das Produkt die Werbetrommel.

Um das Vertriebssystem zu professionalisieren, hat Hettlinger in der Zwischenzeit eine eigene Homepage kreiert (www.ecopress.at), zudem ist die Ecopress bei der Firma Sanz in der Wiener Neustädter Bräunlichgasse und bei der Grünen Tonne direkt an der B 17 zum Preis von 39,60 Euro erhältlich.