Heftige Unwetter forderten 400 Feuerwehrleute. Sintflutartiger Regen, Sturmböen, kleinkörniger Hagel: Besonders betroffen von den schweren Unwettern waren Freitagabend die Gemeinden Neunkirchen, Natschbach-Loipersbach, St. Egyden am Steinfeld, Edlitz, Grimmenstein sowie Thomasberg. 40 Feuerwehren standen im Einsatz. NÖN.at liefert einen Überblick über die Ereignisse.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 15. August 2020 (08:59)

Die schweren Unwetter im Bezirk Neunkirchen, speziell in den Gemeinden Natschbach-Loipersbach, Neunkirchen sowie St. Egyden am Steinfeld, hielten die Einsatzkräfte am Freitagabend ordentlich auf Trab. Sintflutartiger Regen mit Sturmböen und kleinkörnigem Hagel sorgten zum Teil für Weltuntergangsstimmung.

Aufgrund der enormen Regenmengen liefen binnen Minuten zahlreiche Keller an, berichtet die Feuerwehrplattform „Einsatzdoku.at“. Demnach mussten alleine in der Gemeinde Natschbach 32 Schadstellen von den Einsatzkräften abgearbeitet werden.

Zweite Unwetterzelle über Wechselgebiet

Nachdem sich das Unwetter über dem Bereich abgeschwächt hatte, zog eine weitere Unwetterzelle über dem Bereich Edlitz, Thomasberg und Grimmenstein auf. Auch hier ging sintflutartiger Regen nieder, der Boden konnte die enormen Wassermassen nicht mehr fassen, was lokale Überflutungen zur Folge hatte. So kam es laut „Einsatzdoku“ etwa in Edlitz zu mehreren Vermurungen und Erdrutschen. Außerdem mussten Keller ausgepumpt werden, Straßen wurden überflutet.

Die Bilanz über die Freitagnacht kann sich sehen lassen: 40 Feuerwehren mit 400 Mitgliedern standen mit 62 Fahrzeugen im gesamten Bezirk Neunkirchen im Einsatz. Während der Unwetterlage wurde sogar der Bezirksführungsstab des Bezirksfeuerwehrkommandos Neunkirchen einberufen.