Heinz Kerschbaumer: „Belastende Situationen treten natürlich auf“

Erstellt am 19. Januar 2022 | 05:22
Lesezeit: 3 Min
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Heinz Kerschbaumer ist der neue Schulqualitätsmanager der Bildungsregion 6, die die Bezirke Wiener Neustadt und Neunkirchen umfasst. Er löste in dieser Funktion Sabine Karl-Moldan ab, die Ende des Vorjahres in Pension ging.
Foto: privat
Schulqualitätsmanager Heinz Kerschbaumer über die erste Schulwoche nach den Ferien mitten in der Omikron-Welle.
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NÖN: Würden Sie Ihr Kind derzeit selbst in die Schule schicken?
Heinz Kerschbaumer: Ja, selbstverständlich. Es wird das Möglichste unternommen, dass sicherer Präsenzunterricht stattfinden kann. Zudem ist der soziale Zusammenhalt besonders in Krisenzeiten besonders wichtig. Die erste Schulwoche nach den Ferien ist vorüber und Omikron wie prognostiziert voll da: Wie haben sich die Fallzahlen innerhalb der letzten sieben Tage im Schulbereich entwickelt?
Kerschbaumer: Dazu liegt keine bezirksweise Auswertung vor.

Mussten viele Klassen geschlossen werden?
In ganz Niederösterreich waren es in der ersten Woche nach den Ferien ca. 20 Klassen, die ins Distance Learning geschickt wurden.

Wie sieht es mit Schulschließungen aus?
Schulschließungen gab es bislang keine.

Wie viele Eltern haben ihre Kinder aus Angst und Sorgen zu Hause gelassen?
Über die Motive des Zuhause-Lassens liegen, nicht zuletzt aus Datenschutzgründen keine Informationen vor.

Gibt es noch genug Kollegen, um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten?
Kerschbaumer: Ja. Das System ist flexibel genug, um lokal auftretende Probleme zu lösen.

Wie belastend ist die Situation gerade auch für Pädagogen?
Natürlich treten belastende Situationen auf, aber die Schulleitungen, Pädagoginnen und Pädagogen geben ihr Bestes, damit Schule stattfinden kann. Das betrifft sowohl die Schaffung von sicheren Rahmenbedingungen als auch die erforderliche Anpassung der Unterrichtsgestaltung.

Mit einer ausgeklügelten Teststrategie soll der Schulbetrieb so sicher wie möglich ablaufen: Allerdings kam es da zu Problemen, dass PCR-Testergebnisse erst mit 24-stündiger-Verspätung oder sogar überhaupt nicht eintrafen. Führt so etwas die ganze Strategie nicht ad absurdum?
Kerschbaumer: Es gab Probleme bei der Firma, die vom Ministerium mit den Tests beauftragt wurde. Es wird auf Hochdruck daran gearbeitet, die Probleme zu lösen. In der Zwischenzeit kommen vermehrt bzw. täglich Antigen-Tests zum Einsatz.

Verstehen Sie den Unmut der Eltern und Lehrer?
In Zeiten der Pandemie stehen alle am Schulleben Beteiligten vor großen Herausforderungen. Wenn man, im Rahmen seiner Möglichkeiten, konstruktiv dazu beiträgt, die Situation zu meistern, stärkt das letztlich auch die Resilienz.

Geht sich ein offener Schulbetrieb bis zu den Semesterferien aus?
Davon gehe ich aus.

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