Hohe Preisspanne bei Grundstücken. Hotspots im Bezirk sind trotz teurer Bauland-Preise weiterhin sehr beliebt.

Von Tanja Barta und Philipp Grabner. Erstellt am 26. März 2019 (05:50)

Wer heutzutage sein eigenes Haus bauen möchte, der muss tief in die Tasche greifen. Und das allein schon beim Kauf eines Grundstücks. Wen es zum Beispiel nach Pitten zieht, der muss im Durchschnitt 77 Euro pro Quadratmeter zahlen, in Otterthal geht es hingegen in die komplett andere Richtung. Hier legen die „Häuslbauer“ für ihren Grund im Schnitt 36 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch.

Die Marktgemeinde Pitten hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung bei der Bevölkerungszahl erlebt. Im Jahr 2002 lebten 2.471 Menschen in Pitten, heute sind es bereits 2.809 Personen – und die Nachfrage wird nicht kleiner. „Wir haben momentan 20 Hausbau-Ansuchen auf der Gemeinde liegen“, freut sich SPÖ-Bürgermeister Helmut Berger über das große Interesse an der Gemeinde.

Dass die Gründe in Pitten zu den teuersten im ganzen Bezirk gehören, kann er sich nur so erklären: „Wir haben fast keine freien Gründe mehr. Und wenn wir das Hochwasserproblem nicht hätten, dann wären auch mehr Gründe verfügbar. Wir als Gemeinde haben unsere letzten Gründe verkauft, momentan liegt alles in privater Hand!“ Während sich der Osten des Bezirks vor Bauanfragen kaum retten kann, kämpft man gegen Westen, genauer gesagt in der Gemeinde Otterthal, um jeden einzelnen.

„Wir waren schon einmal mehr Einwohner, unser Höchststand lag bei etwas mehr als 600, jetzt sind wir bei 583.“ Abwanderung sei aber kein großes Thema, so Mayerhofer: „Wir werden sehen, wie sich das entwickelt.“ Anfragen zu Bauplätzen in der Gemeinde – sie zählen zu den günstigsten im ganzen Bezirk – gebe es jedenfalls immer wieder: „Da ist die Nachfrage schon auch da von Leuten, die gerne im Ort bleiben würden.“

Gezielte Förderung in den Regionen

Zufrieden mit der Wohnbausituation im Bezirk zeigt sich ÖVP-Landtagsabgeordneter Hermann Hauer. Vor allem die gezielte Förderung in den Regionen hätte vieles möglich gemacht. „In unserem Bezirk konnten insgesamt 312 Millionen Euro an Investitionsvolumen in den letzten vier Jahren durch den Neubau von 1.197 Wohneinheiten und durch die Sanierung von 1.932 Wohneinheiten ausgelöst werden. Gerade im Hinblick auf die neue Wohnbaustrategie ist ein Mehrwert für alle Menschen gelungen. Denn vor allem für uns in den Regionen und im Bezirk ist es erfreulich, dass der Wohnbau im ländlichen Raum gefördert und unterstützt wird“, so Hauer.