Kahofer wird neue SPÖ-Bundesrätin. Zweites Landtagsmandat aus dem Bezirk Neunkirchen wandert ins Waldviertel.

Von Christian Feigl und Philipp Grabner. Erstellt am 08. Mai 2018 (11:06)
Rene Wunderl

Erfreuliche Nachrichten für die Bezirkshauptstadt und ihre Stadträtin Andrea Kahofer: Sie wird Bundesrätin. Das hat eine Bezirksparteivorstandssitzung am Montagabend im Beisein von Landesparteichef, Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl ergeben.

Vorangegangen ist dieser Lösung der angekündigte Rückzug des Ternitzer Bürgermeisters und Bezirksparteichefs Rupert Dworak (die NÖN berichtete). Wie er bereits mitteilte, möchte er sich künftig mehr auf die Stadtpolitik und seine GVV-Agenden (Gemeindevertreterverband, Anm. d. Red.) konzentrieren.

Bezirks-SPÖ
SPÖ-Landtagsabgeordneter Rupert Dworak tritt Ende Juni als Abgeordneter zurück.

„Uns war wichtig, dass der Bezirk bei dieser Entscheidung nicht leer ausgeht“, so Dworak am Dienstagvormittag im Gespräch mit der NÖN. Zur Auswahl für das Bundesratsmandat standen Grafenbachs Bürgermeisterin und Nationalratskandidatin Sylvia Kögler und eben Kahofer. „Kögler hat freiwillig für das Gesamtwohl darauf verzichtet. Das ist auch ein deutliches Zeichen für Neunkirchen für die Gemeinderatswahl 2020, wo wir uns erwarten, auf Platz eins zu landen“, gibt sich Dworak kämpferisch.

Gleichzeitig wurde Kögler auch zugesichert, dass sie im Falle der Mandatszurücklegung des Wiener Neustädter Nationalrats Peter Wittmann bei diesem Erbe ein wichtiges Wörtchen mitzureden habe. „Denn der Neustädter Kandidat, der da im Gespräch ist, hat viel weniger Vorzugsstimmen als Kögler. Das gehört schon auch parteiintern berücksichtigt“, so Dworaks mahnende Worte.

Dworak tritt Ende Juni als Landtagsabgeordneter zurück

Er selbst möchte sein Direktmandat Ende Juni zurücklegen. Dieses wird von seinem Vizebürgermeister Christian Samwald übernommen, der wiederum auf einem Mandat der Landesliste saß. Das bleibt allerdings nicht im Bezirk Neunkirchen, sondern geht in das Waldviertel an FSG-Fraktionsvorsitzenden René Pfister. Das ist übrigens auch jener Mann, der seinen Platz im Bundesrat für Kahofer freimacht.

Andrea Kahofer freut sich naturgemäß auf die neue Herausforderung: „Wir haben das gut ausdiskutiert und ich sehe die Entscheidung sehr positiv. Der gesamte Klub steht hinter der Entscheidung“, sagt sie in einer ersten Stellungnahme gegenüber der NÖN. „Für uns hat das den massiven Vorteil, dass wir in zwei gesetzgebenden Körperschaften vertreten sind. Denn wenn wir ehrlich sind, bringen zwei Landtagsabgeordnete auch nicht mehr als einer.“

Philipp Grabner
SPÖ-Stadträtin Andrea Kahofer wird Mitglied im Bundesrat.

Mit Christian Samwald, der dem Landtag erst seit Kurzem angehört, habe sie ein gutes Einvernehmen. Kahofer: „Wir werden uns bestmöglich für den Bezirk einsetzen.“ Auf die Herausforderung, die sie Ende Juni annehmen wird, freue sie sich schon sehr, wie sie betont.

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