Erstellt am 15. Mai 2018, 04:40

von Christian Feigl

Kahofer zieht für die SPÖ in den Bundesrat. Weil Rupert Dworak sein Landtagsmandat zurückgibt, kommt die Neunkirchner SPÖ unverhofft zu Ehren.

Entscheidung gefallen. Landesparteivorsitzender Franz Schnabl, die designierte Bundesrätin Andrea Kahofer, Landtagsabgeordneter Christian Samwald sowie Landtagsabgeordneter Rupert Dworak.  |  SPÖ NÖ, Archiv

Mit einem Personalcoup ließ die Bezirks-SPÖ in der Vorwoche eine Bombe platzen: Nachdem wie angekündigt Bezirksparteiobmann Bürgermeister Rupert Dworak sein Landtagsmandat zurücklegen wird und dieses ins Waldviertel wandert, darf sich im Gegenzug Neunkirchens Stadträtin Andrea Kahofer über das frei werdende Bundesratsmandat freuen. Unter anderem auch deshalb, weil Nationalratsspitzenkandidatin Bgm. Sylvia Kögler nicht auf der Wahlliste stand.

Der Ternitzer Vizebürgermeister Christian Samwald bleibt indessen im Landtag: Er erbt das Direktmandat Dworaks und gibt seines der Landesliste an FSG-Fraktionsvorsitzenden Rene Pfister aus dem Waldviertel weiter.

Entscheidung ist einstimmig gefallen

Montagabend in der Neunkirchner Bezirksparteizentrale: Landesparteichef Franz Schnabl war persönlich angereist, um über die Personaländerungen zu beratschlagen. Rasch war klar, dass die Entscheidung nur zugunsten von Kahofer fallen könne. Und ebenso machte Schnabl deutlich, dass es sich dabei um ein Mandat im Bundesrat handeln würde. Die Entscheidung wurde schließlich einstimmig gefällt, wie es seitens der SPÖ heißt.

Rupert Dworak, der Ende Juni sein Mandat im Landtag zurücklegen wird, spricht gegenüber der NÖN von einem Ergebnis, das ihn „sehr, sehr zufrieden und sehr glücklich“ mache – immerhin sei der Beschluss einstimmig gefallen. „Ich werde mich weiterhin sehr intensiv um die Gemeinden sowie natürlich um meine Heimatstadt Ternitz kümmern“, versichert Dworak.

„Ich werde versuchen, bestmöglich meine Arbeit zu machen und werde mich auch mit meinem Kollegen Christian Samwald gut vernetzen“Andrea Kahofer

Mit Andrea Kahofer als neue Bundesrätin setze man auch ein „klares Zeichen für die Stadt Neunkirchen“, so der Bürgermeister. Ob er den Unmut mancher Wähler, die ihm selbst ihre Stimme gegeben hatten, verstehen könne? „Natürlich verstehe ich hier die Diskussion. Aber, ohne überheblich sein zu wollen: Mein Ziel war es, die Stimmen zu maximieren und das zweite Mandat für den Bezirk zu holen – natürlich mit der Unterstützung von sehr vielen anderen“, betont Dworak.

Auch Ternitz‘ Neo-Landtagsabgeordneter Christian Samwald begrüßt die Entscheidung: „Rupert Dworak ist ja als GVV-Präsident weiterhin Mitglied im Landtagsklub und somit stets up to date und in alle wichtigen Entscheidungen miteingebunden.“

Naturgemäß groß ist die Freude über diese Entscheidung bei Andrea Kahofer selbst. Die Neunkirchner Stadträtin sieht in ihrem Bundesrats-Mandat vor allem einen großen Vorteil: „Damit haben wir in zwei Gremien einen Vertreter, denn wenn wir ehrlich sind, bringen zwei Landtagsabgeordnete auch nicht mehr als einer.“ Ihrer neuen Aufgabe sieht sie positiv entgegen: „Ich werde versuchen, bestmöglich meine Arbeit zu machen und werde mich auch mit meinem Kollegen Christian Samwald gut vernetzen“, so Kahofer zur NÖN.


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