Kinderpornos per Handy verteilt: Mann vor Gericht. Weil er von 2018 bis zum 6. Mai 2020 pornografische Darstellungen von Minderjährigen besessen und auch übers Internet weitergeschickt hat, musste sich ein 54-jähriger Mann nun vor Gericht verantworten.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 11. Januar 2021 (09:06)
shuterstock.com/ Evlakhov Valeriy

Der Angeklagte gab zu, diese Fotos auf dem Handy bekommen und auch „ein paar weiter geschickt“ zu haben. Er sei in einer Swinger-Whatsapp-Gruppen gewesen und da „tauchten plötzlich 50 oder 60 solche Fotos von unbekannten ausländischen Nummern auf. Das wurde mir zu viel und ich habe alle gelöscht.“ 

Auf Frage des Richters, ob er nicht auch manche Bilder per Whatsapp weiter geleitet hat, sagte der Mann: „Ja, in der Gruppe. Die wollten mindestens ein Foto pro Tag und wenn du nichts geschickt hast sind sie dich gleich angegangen!“ Er sei auch mehrfach aus dieser Gruppe ausgestiegen, „aber es hat mich immer wieder jemand hinzugefügt.“ Dass „man das nicht macht“ sei ihm klar gewesen, aber er habe zu dieser Zeit private Probleme gehabt. Der Angeklagte gab an, „nie einen Drang in diese Richtung“ gehabt zu haben und dass er mittlerweile keinen Kontakt mehr mit der Gruppe habe.   

Er wurde – nicht rechtskräftig - zu sieben Monaten bedingter Haft verurteilt. Mahnender Nachsatz vom Richter: „Kinderpornografie ist eine Sache von Angebot und Nachfrage – es wird so viel Material produziert, weil es Leute gibt, die es anschauen!“