Parteien rüsten sich für Nationalratswahl. Bis dato kürte nur die SPÖ offiziell ihre Spitzenkandidatin. Bei den übrigen Parteien heißt es noch: „Bitte warten!“

Von Philipp Grabner. Erstellt am 18. Juni 2019 (04:00)
APA/ERWIN SCHERIAU

Mit Sylvia Kögler ist erst eine Bezirksspitzenkandidatin offiziell in den Wahlkampf gestartet – ihre SPÖ kürte die Grafenbacher Bürgermeisterin zuletzt erneut zur Frontfrau, die NÖN berichtete. Im Wahlkreis tritt Kögler aber nur auf Platz drei an, die Spitzenkandidatur im gemeinsamen Wahlkreis mit Wr. Neustadt übernimmt mit Petra Vorderwinkler eine amtierende Gemeinderätin.

Auf eine Bezirkskandidatin festgelegt haben sich auch schon die Grünen, wie Bezirkssprecher Martin Fasan bestätigt: Die Neunkirchner Gemeinderätin Clara Schweighofer wird den Wahlkampf bestreiten, der erste Platz auf der Wahlkreisliste geht nach Wr. Neustadt. „Thematisch wird es vor allem um den Klimawandel gehen“, so Fasan.

NÖN

Bei der ÖVP stehen die Zeichen im Bezirk darauf, dass die Wahlliste aus 2017 großteils bleibt – damals kandidierte Pittens Gemeinderätin Charlotte Benedikt an vorderster Front. Ob der erste Platz im Wahlkreis – und damit ein ziemlich fixer Platz im Nationalrat – nach Neunkirchen wandert, ist aber fraglich: Der amtierende Nationalrat Hans Rädler zog sich in der Vorwoche ja mit sofortiger Wirkung aus dem Amt zurück, Wr. Neustadts Vizebürgermeister Christian Stocker beerbte ihn. Das letzte Wort, so Bezirksparteichef Hermann Hauer, sei noch nicht gesprochen:

„Das wichtigste Ziel ist es, dass Sebastian Kurz wieder Kanzler wird.“ Man werde gemeinsam einen Vorschlag erstellen und mit Wr. Neustadt kombinieren. Hauer zu dem Szenario, dass Neunkirchen wieder leer ausgehen könnte: „Bei einer Rochade werde ich darauf pochen, dass das Mandat zu uns wandert!“

Noch keine Entscheidung gibt es bei FPÖ und NEOS. Jürgen Handler, geschäftsführender Bezirksparteiobmann der FPÖ, sagt: „Ende Juni sollte alles feststehen!“ Der regionale Spitzenkandidat werde aber höchstwahrscheinlich wieder aus Wr. Neustadt sein. Und NEOS-Koordinatorin Birgit Ehold meint: „Es gibt laufend Gespräche, fix ist aber derzeit noch nichts!“

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