Erstellt am 03. Januar 2017, 05:02

von Christian Feigl

So wird das neue Gesicht des Bezirksgerichts. Ab April wird der bauliche Schandfleck der Stadt endlich generalsaniert. Die Behörde übersiedelt ins ehemalige Polytechnikum.

Behördenleiter Stefan Koppensteiner präsentierte der NÖN die Pläne für die Generalsanierung des Hauses.  |  Feigl

Was lange währt, wird endlich gut! Ein Spruch, der wohl nicht treffender die aktuelle Lage des Neunkirchner Bezirksgerichts beschreiben kann: Ab April wird der bauliche Schandfleck nach Jahren des Vertröstens und der Hin und Her-Planerei endlich einer Generalsanierung unterzogen: Der Bund lässt sich dieses Vorhaben, das etwa zwei Jahren an Umbauarbeiten in Anspruch nehmen wird, mehr als sechs Millionen Euro kosten.

„Während der Umbauphase wird die Behörde komplett übersiedeln. Und zwar in die Räumlichkeiten des ehemaligen Polytechnikums in der Wiener Straße, wo wir künftig auf zwei Etagen untergebracht sind“, erklärt Behördenleiter Stefan Koppensteiner im Gespräch mit der NÖN.

An der Außenfassade darf nichts verändert werden, sogar die Einschusslöcher aus dem Krieg bleiben...  |  Feigl

Mit der Übersiedelung erfolgt auch gleichzeitig der finale Akt des Zusammenschlusses mit der Außenstelle in Gloggnitz. An die 40 Mitarbeiter werden dann in der Bezirkshauptstadt beschäftigt sein.

Bei der Generalsanierung in der Triesterstraße bleibt bis auf die Fassade, die unter strengem Denkmalschutz steht, kein Stein am anderen: „Wir bekommen im Erdgeschoss eine Sicherheitsschleuse und fünf Verhandlungssäle. Zudem wird es im Eingangsbereich ein Servicecenter für alle zentralen und wichtigen Anliegen geben. Das war ein großer Wunsch von mir, um das Service optimieren zu können“, erklärt Koppensteiner. Auch die Grundbuchabteilung wird in der untersten Ebene etabliert sein.

Fassade steht unter Denkmalschutz

Im ersten Stock sind die Abteilungen für Familienrecht und Exekutionen geplant, im zweiten Stock sollen Straf- und Zivilrechtsabteilung Platz finden. Auch ein Multifunktionalraum wird gebaut. „Den gibt es derzeit noch nicht. Er ist aber für Besprechungen und Schulungen der Mitarbeiter ganz wichtig“, so Koppensteiner.

2019 soll dann das generalsanierte Haus eröffnet werden.

Für die Mitarbeiter gibt es bei aller Freude allerdings auch einen kleinen Wermutstropfen: An der Fassade darf aus Denkmalschutzgründen kein Sonnenschutz angebracht werden und auf den Einbau einer Klimaanlage soll aus Kostengründen verzichtet werden. Es könnte somit nicht nur bei den Prozessen zu heißen Diskussionen kommen...

Fünf moderne Verhandlungssäle wird das Bezirksgericht künftig bieten.  |  Feigl

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