SPÖ: „Nachfolge ist geregelt!“. SPÖ-Nationalrat Peter Wittmann im Gespräch über seine persönliche Zukunft und ob er sich eine Koalition aus SPÖ und FPÖ oder gar einen Kanzler Strache vorstellen kann.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 20. September 2017 (05:31)
Baldauf

NÖN: Sie waren Bürgermeister, Staatssekretär, sind seit 17 Jahren im Nationalrat, haben kürzlich den 60er gefeiert. Warum kandidieren Sie wieder, gibt es keinen Nachwuchs in der SPÖ?

Peter Wittmann: Natürlich gibt es einen Nachwuchs, aber ich mache das noch immer gerne. Die Nachfolge ist geregelt. Irgendwann im Laufe der Periode werde ich wahrscheinlich aufhören, das hier ist meine letzte Wahl.

Es gibt im Bezirk große Projekte, die sich die ÖVP auf die Fahnen heftet. MedAustron, die Golfplätze, die Therme Linsberg oder etwa die Kinder-Reha. Was schreibt man sich von Seiten der SPÖ zu?

Zu MedAustron möchte ich in Erinnerung rufen, dass wir 1992 ein Büro eingerichtet haben und seit 1992 MedAustron verfolgt haben und letztendlich diese Hartnäckigkeit zum Erfolg geführt hat. Das ist dann natürlich anders finanziert worden, aber wir haben das Büro von 1992 aufrecht erhalten. Ohne SPÖ gäbe es die ganze Civitas Nova nicht. Es gibt ein neues Hallenbad, das die SPÖ gemacht hat, wo es 70.000 Euro Förderung vom Land gegeben hat, im gleichen Jahr gab es eine Million Euro Förderung für den Golfclub. Die Leute, die es sich leisten können, werden mit einer Million gesponsert und die Leute, die es sich nicht leisten können, werden mit 70.000 Euro gesponsert. Das sind schon Sachen, die man der ÖVP auch sagen muss.

Gibt es für Stadt oder Bezirk Projekte oder Ideen ?

Ich glaube, dass die Lebensqualität in der Stadt relativ gut ist, die Herausforderungen werden im leistbaren Wohnraum liegen. Wir brauchen ein Angebot in den Bereichen Freizeit und Sommer. Etwa ein Freibad oder einen Teich für die Öffentlichkeit oder beides.

Den Achtersee attraktiver machen?

Ja, wobei ich glaube, das ist ein zweischneidiges Schwert. Das kann man sich natürlich auch ein wenig so vorstellen, dass man einen Teil privatisiert und dafür auch ordentlich kassiert, damit finanziere ich dann das Bad.

Zur Bundespolitik: Kurz scheint nach den Umfragen weit vorne zu sein. Ist der noch einholbar?

Ich glaube schon. Erstens bin ich skeptisch bei Umfragen. Beim Brexit haben sie nicht gestimmt, beim Trump haben sie nicht gestimmt, bei Macon haben sie nicht gestimmt. Also bin ich da relativ entspannt.

Können Sie sich eine Koalition SPÖ-FPÖ vorstellen?

Grundsätzlich kann ich mir dann erst alles vorstellen, wenn ein Ergebnis da ist.

Ist Strache als Kanzler und die SPÖ als Koalitionspartner für Sie vorstellbar?

Na komm, man soll es nicht übertreiben.