Zwölfjähriger für perfekten Notruf ausgezeichnet. Goldrichtig reagierte der zwölfjährige Severin Seitz nach dem schweren Sturz eines Mopedfahrers direkt vor seinem Zuhause in Gramatl (Bezirk Neunkirchen).

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 11. Januar 2020 (13:04)

Severin blieb bei dem Vorfall, der sich im Sommer 2019 ereignet hatte, ruhig und besonnen. Seit über zwei Jahren bei der Feuerwehrjugend Straßhof aktiv, wusste er in dem Moment genau, was zu tun ist. Während sich weitere Anrainer um den Verletzten kümmerten, griff der Jugendfeuerwehrmann zum Handy und wählte den Notruf 144.

Er gab seine Adresse durch, schilderte der Rettungsleitstelle detailliert, was geschehen war, und beantwortete ruhig die Fragen des Notrufexperten. Dank Severins vorbildlichem Notruf konnte eine perfekte Rettungskette in Gang gesetzt werden.

Im Minutentakt trafen First Responder, ein Rettungswagen und der Notarzt sowie die Feuerwehr und Polizei am Unfallort ein. Jugendbetreuer Robert Schrammel, der beim Unfall selbst als Ersthelfer zur Stelle war, zieht den Hut vor seinem jungen Feuerwehrkollegen: „Sevi ist cool geblieben und hat vorbildlich reagiert. Wir können stolz sein auf unsere Feuerwehrjugend!“

Besuch in der Notrufleitstelle
Notruf NÖ

Bei einem Besuch in der Notrufleitstelle konnten sich Severin und seine Kameraden nun den fast perfekten Notruf nochmals anhören. Auch die Einsatzdokumentation selbst stieß auf großes Interesse bei den jungen Rettern. Notruf-NÖ-Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka überreichte dem sichtlich stolzen Severin eine Urkunde für seine herausragende Leistung.

„Viele Erwachsene bleiben oft nicht so gelassen, um die Rettungskräfte optimal unterstützen zu können", ist sich Chwojka sicher, der sich noch mit Geschenk-Gutscheinen für den Freizeitpark für die gesamte Feuerwehrjugendgruppe einstellte.