Mönichkirchner Taucher knackte den Weltrekord

Erstellt am 30. Juli 2022 | 05:49
Lesezeit: 3 Min
Biken in fünf Metern Wassertiefe
Biken in fünf Metern Wassertiefe: 24 Stunden lang wechselten sich die zehn Teilnehmer, ausgerüstet mit genügend Sauerstoff, ab. Nach viereinhalb Stunden fiel die erste Person wegen eines Krampfs aus. 
Foto: Österreichischer Betriebssportverband
Gemeinsam mit Österreichischem Betriebssportverein stellt Ivan Mircetic Weltrekord im Unterwassercycling ein.
Werbung
Anzeige

Das Ereignis selbst liegt schon etliche Wochen zurück, die Urkunde hängt aber erst seit kurzem in seinem Büro: Gemeinsam mit dem Österreichischen Betriebssportverband hat Ivan Mircetic den Weltrekord im Unterwassercycling geknackt.

440_0008_8408554_neu28phil_moenichkirchen_tauchen3.jpg
Ivan Mircetic, Geschäftsführer seiner eigenen Firma „Freefall ATM“ in Mönichkirchen, knackte erfolgreich den Weltrekord im Unterwassercycling. Die Urkunde des Unterfangens, das im Frühjahr stattfand, hat er erst seit kurzem in seinem Büro hängen.
Foto: Grabner

Die Aufgabe der zehnköpfigen Mannschaft rund um den Teamleader, den zwölffachen Weltrekordhalter Christian Redl in „Die Tauchschule“ in Wien: in 24 Stunden mehr als 115 Kilometer auf einem Shark-Bike (ein Standbike) zurückzulegen – und das in fünf Metern Wassertiefe. Das Wagnis war gleich doppelt erfolgreich: Es konnte mit 123 Kilometer nicht nur der bisherige Rekord von 109 Kilometer bei Weitem überschritten werden, sondern auch das zuvor selbst gesetzte Ziel.

Sportlich war der 35-jährige Mircetic – er wurde in Kroatien geboren und kam mit vier Jahren nach Österreich – schon immer, seine Teilnahme am Knacken des Weltrekords geht auf seine Bekanntschaft mit dem Teamleader zurück. Angespannt sei er anfangs schon gewesen, gibt er gegenüber der NÖN zu: „Eigentlich hätte die Sache ja schon im November 2021 stattfinden sollen, wegen Corona wurde es dann aber auf heuer verschoben.“ Sein Team sei „ein bunter Haufen“ gewesen, meint er: „Wir wollten auch einen guten Mix haben, um den Leuten zu zeigen: Das kann jeder schaffen“, sagt er.

Wir wollten zeigen: Das kann jeder schaffen!“
Ivan Mircetic, Hobbysportler

Das Unterfangen wurde schließlich hochprofessionell abgewickelt: Genauestens beobachtet vom „Rekord-Institut für Deutschland“, das Höchstleistungen prüft und Weltrekorde anerkennt, wurden die gesamten 24 Stunden mit Video aufgezeichnet. „Am Bike selbst gab es sogar einen Trittsensor, der die Frequenz aufgezeichnet hat“, schildert Mircetic. Etwa alle 20 Minuten wechselten sich die Teilnehmer am Bike ab, dem 35-jährigen Mönichkirchner wurde dabei eine besondere Ehre zuteil: Er saß am Bike, als der bisherige Rekord von 109 Kilometern eingestellt werden konnte. „Eine tolle Sache“, gibt der Hobbysportler zu.

Für Schlaf war nur wenig Zeit: Gerade einmal sechs Stunden konnte der 35-Jährige pausieren, ehe er wieder aufs Bike musste. „Ein wenig fühlt es sich an, als würdest du auf einer geraden Straße mit erstem Gang fahren – es ist komisch, unregelmäßig“, muss der Mönichkirchner schmunzeln.

440_0008_8408553_neu28phil_moenichkirchen_tauchen.jpg
Die Mannschaft in „Die Tauchschule“ in Wien-Liesing nach Knacken des bestehenden Weltrekordes.
Foto: Foto Österreichischer Betriebssportverband

Der neue, unter anderem von ihm aufgestellte Weltrekord wird nun jedenfalls nicht so leicht zu knacken sein – davon ist Mircetic überzeugt: „Weil die Tiefe von fünf Metern, die dazugekommen ist, eine weitere besondere Hürde ist.“ Für ihn selbst ist vorerst kein „neuer“ Weltrekord geplant, dem Sport bleibt er aber natürlich treu: „Ich gehe gerne freitauchen, wandern oder spiele auch Fußball.“ Das Rad spielt übrigens nur eine Nebenrolle: „Ich radle durch den Ort, aber passionierter Mountainbiker bin ich auch jetzt noch keiner!“

440_0008_8408552_neu28phil_moenichkirchen_tauchen_.jpg
Biken in fünf Metern Wassertiefe: 24 Stunden lang wechselten sich die zehn Teilnehmer, ausgerüstet mit genügend Sauerstoff, ab. Nach viereinhalb Stunden fiel die erste Person wegen eines Krampfs aus.
Foto: Foto Österreichischer Betriebssportverband

Werbung