Neunkirchner Feuerwehrler als Lebensretter. Federführend bei der Rettung nach dem schweren Unfall eines Bundesheerbootes auf der Donau waren Feuerwehrkameraden aus dem Bezirk Neunkirchen tätig.

Von Christian Feigl. Erstellt am 02. September 2018 (15:31)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
neu36nk-lukaspilshofer-3sp
Mario Lukas und Paul Pilshofer
Feigl

„Wir hatten für die Übung im Rahmen des Katastrophenschutzdienstes 138 Kameraden aus dem Abschnitt Neunkirchen zur Zeit des Unglücks vor Ort“, erinnert sich Bezirksfeuerwehrkommandantstellvereter Josef Neidhart an den dramatischen Einsatz. Als die Truppe im Rahmen eines Stationsbetriebs bei der 2. Station gerade am Üben war, passierte in einer Entfernung von etwa 150 Metern das Unglück.

Die Feuerwehrkameraden machen sich mit Booten sofort auf die Rettung. „Zu Beginn hat es geheißen, dass es keine Verletzten gibt, erst später wurden die beiden jungen Frauen leblos aus dem Wasser geborgen“, so Neunkirchens Feuerwehrkommandant Stellvertreter Paul Pilshofer, der ausgebildeter Notfallsanitäter ist und sofort wusste, wie zu handeln war.

"'Szenen waren ziemlich chaotisch"

Gemeinsam mit einem Notarzt und den Kameraden Patrick Ostermann, Alex Kain und Othmar Gruber übernahm er die Reanimation: „Wie man sich vorstellen kann, waren die Szenen rundherum am Anfang ziemlich chaotisch und wir haben uns immer beim Reanimieren abgewechselt“, so Pilshofer.

Laut seiner Einschätzung dürften die beiden Mädchen rund 15 bis 20 Minuten unter Wasser gelegen sein. Ebenso lang reanimieren die Neunkirchner Kameraden die Frauen, ehe sie vom Notarzthubschrauber übernommen und ins Spital wurden. „Prognosen sind schwierig, aber ich hoffe natürlich das Beste!“, bleibt Pilshofer nach dem Einsatz optimistisch.  Und  Neunkirchens Feuerwehrkommandant Mario Lukas ist stolz auf seine Männer: „Sie haben großartige Arbeit geleistet!“