Schnelleres Netz für die Neunkirchner Gemeinden. Fast 15 Millionen Euro steckt der Bund in die Digitalisierung im Bezirk. Wo wurde unter anderem investiert?

Von Philipp Grabner. Erstellt am 19. August 2020 (05:45)
Die Vorbereitungen für einen Breitbandausbau sind in Warth bereits getroffen. Im Bild sieht man den Einbau von Leerverrohrungen im Bereich des Feuerwehrhauses.
Gemeinde

„Die Kommunikationsinfrastruktur ist ein unverzichtbares Rückgrat für die künftige Entwicklung in unserem Land.“ Davon ist Telekomministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) überzeugt. Weshalb der Bund in den letzten Jahren viel Geld in die Hand nahm, um die Digitalisierung in den Gemeinden und Regionen voranzutreiben. Auch der Bezirk Neunkirchen profitierte von den Fördergeldern: Exakt 14.649.465 Euro waren es, die der Staat an die Gemeinden ausbezahlte. Wobei in den meisten Fällen nicht die Gemeinden selbst die Breitbandförderung erhalten, sondern jene Unternehmen, die die Versorgung in der betroffenen Ortschaft zur Verfügung stellt – im Falle Niederösterreichs sind dies in den meisten Fällen die NÖGIG-Landesgesellschaft sowie die A1 Telekom Austria, heißt es auf NÖN-Anfrage aus dem zuständigen Ministerium.

ÖVP-Bürgermeister Manfred Schuh: Etliche Arbeiten sind bereits abgeschlossen.
NOEN

1.171.251 Euro waren es etwa in der Marktgemeinde Edlitz, weiß auch Bürgermeister Manfred Schuh (ÖVP): „Im Zuge der Trinkwassersicherung Bucklige Welt werden in den neun Gemeinden rund 67 Kilometer Wasserleitungen verlegt.“ Im Zuge dessen verlege man hier auch die Glasfaserkabeln für einen schnelleren Internetzugang. „Die Hauptleitungen – von Sonnberg bis Ebenhof und Grub bis hin zum Hochbehälter in Schauerberg – wurden bereits verlegt. In der Gemeinde selbst sind wir gerade in der Phase der Projekteinreichung“, kennt Schuh die Details.

Vorkehrungen für Ausbau getroffen

In der Gemeinde Warth wurden bereits zahlreiche Vorbereitungen für einen Breitbandausbau getroffen. „Wir haben in den letzten zwei bis drei Jahren bei jeder neuen Straße auch gleich die Leerverrohrungen gelegt. So ersparen wir uns, dass wir die Straßen wieder aufgraben müssen, wenn es zum Breitbandausbau kommt“, erklärt ÖVP-Bürgermeisterin Michaela Walla.

Michaela Walla, ÖVP-Ortschefin, hofft, dass das Breitband ausgebaut wird.
Grabner

Über 80.000 Euro hat die Gemeinde in den letzten Jahren bereits in diverse Vorbereitungen für das Breitband gesteckt. Die vorgesehenen Fördermittel für die Gemeinde liegen bei 1.079.388 Euro. Die Leitungen zu den Haushalten, sowie einen sogenannten POP-Standort, von dem die Kabel für das Breitband ausgehen, gibt es bereits. „Wir würden uns freuen, wenn wir eine Region wären, bei der die NÖGIG-Landesgesellschaft das Breitband komplett ausbaut“, so Bürgermeisterin Michaela Walla. Sie betont aber gleichzeitig, dass alle bereits getroffenen Vorkehrungen noch lange keine Garantie dafür seien, dass es wirklich zum Breitbandausbau komme.

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