Wirt Gerhard Fuchs bei Landesausstellung im Einsatz. Ab 30. März schwingt Gerhard Fuchs (46), Gastronom vom Breitenauer Steinfeldzentrum und Lehrer der Tourismusschulen, den Kochlöffel für’s Groß-Event des Jahres.

Von Clemens Thavonat. Erstellt am 16. März 2019 (04:00)
Thavonat
Gerhard Fuchs

Am 30. März wird der Startschuss für die diesjährige Landesausstellung in Wiener Neustadt fallen.

Das Hauptaugenmerk soll dabei auf die Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Kulinarik der Bezirke Wiener Neustadt und Neunkirchen gelegt werden. Wichtig dafür ist natürlich auch die gastronomische Betreuung der zahlreichen Besucher und Akteure, die erwartet werden. Das bedingt, dass ein leistungsstarker Gastronom mit verlässlichem Team sowie großem Können seiner Kreativität freien Lauf lassen wird. Mit Gerhard Fuchs, dem Wirt vom Steinfeldzentrum Breitenau und des Betriebsrestaurants der Firma List, gleichzeitig seit 20 Jahren Lehrer an den Tourismusschulen Semmering, hat der Veranstalter einen kompetenten Partner gefunden.

NÖN: Wie kamen Sie in die Position des Gastro-Versorgers der Landesausstellung?

Gerhard Fuchs: Nun, das kann nur jemand machen, der sich das auch zutraut, es will und das Rüstzeug dafür mitbringt. Offenbar bin ich das diesmal.

Wo werden die warmen Speisen zubereitet, wer hilft Ihnen dabei?

Fuchs: Die Zubereitung geschieht vor Ort. Natürlich habe ich auch viele zusätzliche fleißige Hände dabei. Am ersten Tag helfen etwa 50 Schüler von den Tourismusschulen, danach arbeiten meine 25 Mitarbeiter mit mir gemeinsam, das sollte reichen.

Sie haben doch auch noch weitere berufliche Standbeine. Wie geht das mit der Landesaustellung und dem dafür nötigen gastronomischen Engagement zusammen?

Fuchs: Das ist tatsächlich kein großes Problem. Der Auftakt zur Ausstellung fällt ja in die Fastenzeit, das bedeutet, dass es im Steinfeldzentrum keine grandiosen Veranstaltungen geben wird, somit werden Kapazitäten frei. Zudem bin ich ja nicht alleine, meine Frau Marlene sowie meine Mitarbeiter sind ja auch da. Sie sind allesamt Profis genug, den Laden zu ,schupfen‘.

Wie kamen Sie zum Beruf Koch und wie war der Weg dahin?

Fuchs: Ich besuchte selbst die Tourismusschulen am Semmering, wo ich mir erst die Freude an der Gastronomie erarbeitete. Nach intensiver Ausbildung waren dann Betriebe im In- und Ausland die berufliche Herausforderung.

Was erwarten Sie sich davon, die Landesausstellung zu betreuen?

Gerhard Fuchs: Wertschätzung, steigender Bekanntheitsgrad und erfolgreiches Sammeln von Erfahrung sind es, die mir vorschweben und für die Annahme dieser Herausforderung den Ausschlag gaben.

Hat das auch mit den erwarteten hohen Einnahmen zu tun?

Gerhard Fuchs (lacht): Nein, wirklich nicht. Die Betreuung dieser Veranstaltungsreihe benötigt viel Personal, viel Material- und Rohstoffeinsatz von höchster Qualität und natürlich Aufwendungen, die der Normalverbraucher gar nicht kalkuliert. Da sind Versicherungen zu zahlen, Lebensmittel, die übrig bleiben und vieles mehr.