Das Kurzentrum wird abgesiedelt

Erstellt am 24. Januar 2019 | 04:00
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7475627_neu04tan_breitenstein_kur.jpg
Bis 2022 soll es die Sonderkrankenanstalt der Versicherungsanstalt der Eisenbahner und des Bergbaus in Breitenstein noch geben.
Foto: Barta
Die Versicherung für Eisenbahner bricht 2022 ihre Zelte in Breitenstein ab. Großer Verlust für den Ort.
Werbung

Die Enttäuschung und der Zorn sind groß. Die Sonderkrankenanstalt der VAEB (Versicherungsanstalt der Eisenbahner und des Bergbaus) soll ab 2022 nicht mehr in Breitenstein, sondern in Mürzzuschlag zu finden sein. Eine Entscheidung, die für ÖVP-Bgm. Engelbert Rinnhofer unverständlich ist.

Das Gebäude sei zu alt und die Geländelage für ältere Patienten ungeeignet– dies sind die Hauptgründe für die VAEB, warum sie ihre Sonderkrankenanstalt von Breitenstein nach Mürzzuschlag ins Landesklinikum verlegen wollen. Für die Gemeinde, deren Gastronomie und den Tourismus ein Stich ins Herz.

„Das ist ein großes Verlust. Für mich ist diese Entscheidung unverständlich!“Engelbert Rinnhofer, ÖVP-Bürgermeister

„Das ist ein großer Verlust. Für mich ist diese Entscheidung unverständlich“, so ÖVP-Bürgermeister Engelbert Rinnhofer. Für ihn sei diese Entscheidung eine „rein politische“ gewesen. Bereits vor drei Jahren hat es Gespräche bezüglich der Krankenanstalt gegeben.

„Wir haben wirklich alles versucht, um sie bei uns zu halten. Dass die Straßen zu steil und das Gebäude zu alt seien, stimmt ja nicht. Direkt neben dem Gebäude gibt es ebene Straßen und das Haus selbst ist in einem Top-Zustand!“, ist er alles andere als glücklich über diese Entscheidung. Außerdem werden laut ihm dadurch auch die Wirte und deren Lieferanten leiden. „Auch die Gemeinde hat natürlich von der Anstalt profitiert“, erzählt Rinnhofer weiter.

Er selbst habe zudem aus einer steirischen Zeitung erfahren, dass es die Krankenanstalt in Breitenstein nicht mehr lange geben wird. „Mir wurden nur die Artikel geschickt und die Facebook-Posts des Mürzzuschlager Bürgermeisters. Uns persönlich hat davon keiner in Kenntnis gesetzt“, ist der Ärger des Breitensteiner Ortschefs sehr groß.

Bis 2022 wird die Krankenanstalt noch in Niederösterreich betrieben. Danach steht das Gebäude, das insgesamt 110 Patientenbetten bietet, leer. Doch das soll laut Rinnhofer nicht lange der Fall sein. „Ich möchte bei uns in Breitenstein kein Südbahnhotel oder Kurhaus wie am Semmering haben. Wir wollen das Haus schnellstmöglich wieder beleben“, so der Ortschef.

Werbung