Großbrand: Schwierige Löscharbeiten bei minus 15 Grad!. Gegen 19.20 Uhr heulten am Mittwochabend in und um Breitenstein (Bezirk Neunkirchen) die Feuerwehrsirenen. Grund dafür war ein Großbrand auf einem Anwesen in der „Klamm“.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 01. März 2018 (07:45)

Mehrere Notrufer meldeten den Brand in der Bezirksalarmzentrale Neunkirchen, wobei der enorme Feuerschein auch vom Zauberberg am Semmering aus sichtbar war. Das auf rund 850 Meter Seehöhe gelegene Anwesen konnte aufgrund der winterlichen Fahrbahnverhältnisse von den Feuerwehrfahrzeugen nur mit Schneeketten angefahren werden.

Meterhohe Flammen schlugen aus der Halle

Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen meterhohe Flammen aus der bereits in Vollbrand stehenden 16 x 8 Meter großen Maschinen- und Werkstatthalle. Aufgrund der hohen Brandintensität drohten die Flammen auf eine direkt angrenzende Überdachung und das darauf angebaute Hackschnitzellager überzugreifen.

Seitens der Feuerwehren wurde daher in der Erstphase ein umfassender Löschangriff gestartet und so im letzten Moment ein Übergreifen auf das Hackschnitzellager verhindert.

Für eine große Herausforderung sorgte der Löschwassermangel an der Einsatzstelle. Mit Tanklöschfahrzeugen richteten die Einsatzkräfte einen Tankwagenpendelverkehr ein, um genügend Löschwasser an die Einsatzstelle zu schaffen. Dafür wurden Tanklöschfahrzeuge aus Reichenau und Raach nachalarmiert.

Löschwasser fror innerhalb kürzester Zeit ein

Einen kleinen Teich in unmittelbarer Nähe nutzte man zur Löschwasserentnahme - davor mussten die Feuerwehrleute allerdings erst das zentimeterdicke Eis brechen, um ansaugen zu können!

Aufgrund der starken Rauchentwicklung konnten die Florianis die Löscharbeiten an manchen Stellen nur unter schweren Atemschutz durchführen.

Gegen 21.50 Uhr konnte letztendlich Brand Aus gegeben werden, die Halle wurde allerdings vollständig zerstört. Eine Brandwache von der örtlich zuständigen Feuerwehr Breitenstein wurde eingerichtet.

Insgesamt standen 8 Feuerwehren mit 14 Fahrzeugen und 81 Mitgliedern im Einsatz. Der Einsatz für die eingesetzten Mitglieder war aufgrund der herrschenden minus 15 Grad extrem erschwert, denn das Löschwasser fror innerhalb kürzester Zeit ein! Neben den Feuerwehren standen das Rote Kreuz zur Beistellung und die Polizei im Einsatz. Die Brandursache ist unbekannt und wird von der Polizei ermittelt.