Brexit-Chaos tangiert auch Neunkirchner Unternehmen. EU-Kandidat Michael Stellwag besuchte gemeinsam mit Stadtchef Herbert Osterbauer und Stadtrat Armin Zwazl die Tritec Handels-GmbH in Neunkirchen.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 14. April 2019 (19:50)
ÖVP
EU-Kandidat Michael Stellwag, Geschäftsleiter Herbert Pehofer, Gerda Pehofer, Bürgermeister Herbert Osterbauer und Wirtschaftsstadtrat Armin Zwazl.

Am 29. März diesen Jahres hätte Großbritannien aus der Europäischen Union austreten sollen – später wurde beschlossen, dieses Datum noch einmal aufzuschieben. Welche Auswirkungen der sogenannte „Brexit“ auf heimische Unternehmen hat, beleuchtete die ÖVP nun bei einem Betriebsbesuch. Gemeinsam mit Neunkirchens Bürgermeister Herbert Osterbauer und Wirtschaftsstadtrat Armin Zwazl besuchte ÖVP-EU-Kandidat, Natschbach-Gemeinderat Michael Stellwag die Tritec Handels-GmbH. Das Unternehmen, übrigens Marktführer in Österreich, ist Importeur und Distributor für Signal-, Warn- und Lichttechnik für Einsatz-, Sonder- und Nutzfahrzeuge. Die Exportquote liegt bei 15 Prozent.

"Brexit beeinflusst nicht nur Großkonzerne"

Wesentliche Teile des Produktportfolios stammen aus dem Vereinigten Königreich. „Der Brexit beeinflusst nicht nur Großkonzerne, sondern auch Klein- und Mittelbetriebe. So hatten wir beschlossen, unser Lagerwesen für eine gewisse Übergangszeit anzupassen. Weitere Konsequenzen werden wir je nach Intensität der kommenden Herausforderungen ziehen. Unsere vorrangige Aufgabe ist es hier, jegliche Probleme von unseren Kunden fernzuhalten. Wir haben auch 26-jährige Erfahrung im Import aus Nicht-EU-Ländern“, so Firmenchef Herbert Pehofer. Ein starkes und geeintes Europa sei unabdingbar, so der Geschäftsführer: „Deshalb kann ich Michael Stellwags Engagement und Forderungen nur unterstützen!“


Stellwag: "Setze mich für stabiles Europa ein!"

Der „Brexit“ löse kein Problem, er schaffe neue, ist Stellwag überzeugt: „Ein funktionierender EU-Binnenmarkt ist die Voraussetzung für Wohlstand in der Region. Sechs von zehn Euro werden durch Außenhandel erwirtschaftet, so wie bei der Firma Tritec. Dafür setze ich mich ein: Ein stabiles und sicheres Europa. Denn das schafft und sichert Arbeitsplätze bei uns!“ Für Wirtschaftsstadtrat Armin Zwazl wiederum ist klar: „Wir leben in einer vernetzten Welt, und deshalb darf uns nicht egal sein, in welche Richtung Europa abbiegt. Denn das hat einen unmittelbaren Einfluss auf uns.“