Landtagswahl-Rätsel gelöst. Nachdem unklar war, warum Magdalena Legl im Jänner nicht wählen durfte, weiß man jetzt, wo genau der Fehler lag.

Von Tanja Barta. Erstellt am 22. März 2018 (05:00)
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ÖVP-Bürgermeister Johann Hainfellner hofft auf eineAufklärung.

Das Entsetzen bei Magdalena Legl war groß, als sie Ende Jänner bei den Landtagswahlen nicht mitstimmen durfte. Sie schien in der Gemeinde nicht im Wählerverzeichnis auf und wurde daher wieder nach Hause geschickt (die NÖN berichtete). Jetzt, knapp zwei Monate später, ist klar, was passierte.

„Wir haben keine Streichung vorgenommen“, beteuerte ÖVP-Bürgermeister Johann Hainfellner auf die damalige NÖN-Anfrage – und damit behielt er auch recht. Die für die Gemeinde zuständige IT-Firma „ÖKOM“ ist dem Problem auf den Grund gegangen. In einem Schreiben an die Gemeinde meint diese, dass Magdalena Legl nicht aus dem Wählerverzeichnis gestrichen wurde.

Menschlicher Fehler sorgte für Turbulenz

Der Grund dafür, dass sie darin nicht mehr zu finden war, sei ein menschlicher Fehler gewesen. „Es wurde im Wahlparameter 18 Jahre statt 16 Jahre als Mindestalter angegeben“, so ÖKOM-Geschäftsführer Florian Poller. Mittlerweile wäre das Programm aber schon dahingehend angepasst worden.

„Als Bürgermeister entschuldige ich mich namens der Gemeinde Bürg-Vöstenhof bei Magdalena Legl für den Vorfall“, so Ortschef Hainfellner in einer schriftlichen Mitteilung an die NÖN. Ein persönliches Treffen fand bis dato nicht statt, denn „es war Familie Legl nicht möglich, einen Termin wahrzunehmen.“

Die NÖN Neunkirchen hat auch Kontakt zur Familie Legl aufgenommen und um eine Stellungnahme gebeten. Diese konnte bis Redaktionsschluss aber nicht eingeholt werden.